Mössingen hilft! – Nummer 83

Gelungenes Grillfest zu Ferienbeginn

Am letzten Mittwoch, zum Beginn der Sommerferien und dem Ende der in Mössingen angebotenen Sprachkurse im Alten Rathaus hatten die zahlreichen Helferinnen und Helfer der katholischen Kirchengemeinde und Aktive des FK Asyl und zu einem Grillfest eingeladen. Bei herrlichem Sommerwetter fanden viele Flüchtlinge den Weg zum Fest und trugen durch mitgebrachte Beilagen und Salate zum Gelingen des Nachmittags bei. Die Gastgeber hatten Grillwürste und Hähnchen sowie alkoholfreie Getränke spendiert. Alle Speisen und Getränke fanden lebhaften Zuspruch.

Reger Austausch

An Biertischen und Bänken im Freien oder im Saal kam es zum regen Austausch miteinander und untereinander. Für die Kinder gab es ein besonderes Spiel- und Malangebot. Die Anwesenden nutzten die Gelegenheit auch, um Probleme und Anliegen zu erörtern. Manche hatten sich auch schon seit längerer Zeit nicht mehr getroffen und freuten sich auf das Wiedersehen. Etliche der schon seit längerer Zeit in Mössingen wohnenden Flüchtlinge berichteten stolz über ihre Fortschritte beim Spracherwerb dem Berufseinstieg oder der Berufsausbildung. Das ist für die einheimischen Helferinnen und Helfer eine wichtige und ermutigende Rückmeldung dafür, dass das oft jahrelange Engagement für die Flüchtlinge Erfolg haben kann. Am frühen Abend endete das Grillfest in fröhlicher und entspannter Atmosphäre.

Café International grillt

Am letzten SchultagMittwoch 25. Juli, findet als „Café International“ ein Grillfest für alle statt! Eingeladen sind alle Mössinger und alle Flüchtlinge, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Gastgeber/Veranstalter stellen Rinderwürste und Hähnchen sowie alkoholfreie Getränke. Alle Gäste sind aufgefordert, Salate, Nachtisch etc. mitzubringen.

Bitte kommt zahlreich zu dem Fest und werbt bei den Geflüchteten. Auch die zahlreichen jungen Männer ohne Familie dürfen gerne zu dem Fest kommen.

Ebenfalls sind die Teilnehmer*innen unserer Deutschkurse alle zu dem Fest eingeladen, auch wenn sie in Ofterdingen, Bodelshausen, etc. wohnen.

Hier geht’s zum Termin im Kalender: Link

Mössingen hilft! – Nummer 81

Stadt Mössingen macht Ernst bei der Integration

Die Herausforderungen durch die erhebliche Zuwanderung nach Mössingen sind vielfältig. Neben den ca. 350 Flüchtlingen kommt noch eine größere Zahl von Menschen aus EU-Staaten und anderen Ländern in unsere Stadt. Daher war es notwendig und richtig, dass der FK Asyl Gemeinderäte und den Oberbürgermeister schon früh auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht hat, die Stelle eines Migrationsbeauftragten zu schaffen.

Integrationsbeauftragter stellt Bericht vor

Boris Kühn trug am Montag im Rathaus seinen umfangreichen Bericht über die Arbeit der letzten 24 Monate vor. Das kann in dem Zeitungsartikel vom Mittwoch im „Steinlach-Boten“ nachgelesen werden. Neben dem Problem des ausreichenden und bezahlbaren Wohnraumes für alle Neubürger*innen wird die Einrichtung zusätzlicher Betreuungsplätze für Vorschulkinder und die besondere Förderung von Kindern aus Migrationsfamilien in den Schulen eine besonders wichtige Rolle spielen. Dazu sollten muttersprachliche, in den Herkunftsländern pädagogisch erfahrene Kräfte mit eigenem Aufgabenprofil als wichtige Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter in den staatlichen Schulen und den städtischen Einrichtungen ein Beschäftigungsverhältnis erhalten.

Großer Anteil der Vereine

In anderen Staaten und anderen Städten ist das bereits der Fall. Für die Förderung einer nachhaltigen Teilhabe am Leben in unserer Stadt sind auch besondere Angebote bei der Jugendarbeit und durch Vereine nötig. Als positives Beispiel können die Sportvereine in Mössingen genannt werden. Sie sind offen für alle Neuankömmlinge, besonders für Kinder und Jugendliche. Der FK Asyl hofft, dass sich durch die Entwicklung eines „Integrationskonzepts“ durch die Stadt Mössingen das Zusammenleben von Ureinwohnern und Neubürgern kontinuierlich verbessern wird.

 

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 78

Ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie

Am Himmelfahrtstag versammelten sich ca. 30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu einem Ausflug besonderer Art. Es ging zur Nachmittagsvorstellung des Kinder- und Jugendzirkus‘ ZAMBAIONI nach Tübingen-Derendingen. Rechtzeitig vor der Premiere hatte der FK Asyl Karten für diese Vorstellung besorgt, und so war es kein Problem, vor dem Zelt in der größeren Schlange auf den Einlass zu warten. Dieses Problem hatten aber sehr viele Familien, die ohne Reservierung in der anderen Schlange auf ihre Chance warteten, noch eine der begehrten Karten zu ergattern. Schließlich füllte sich das Zelt bis auf den letzten Platz. Die Kapelle spielte fröhlich-temperamentvolle Stücke zur Einstimmung.

Geschichten vom Ankommen und Wegfahren

Dann ging es endlich mit den Clowns los. Es wurde während der ganzen, über zweistündigen Vorstellung die Geschichte vom Ankommen und Wegfahren von den Clowns erzählt, damit auch von Heimat und Fremdsein. Das konnten die Flüchtlingsfamilien auch ohne besondere Sprachkenntnisse ganz gut verstehen. Wie groß aber war das Staunen über die großartigen Leistungen der jungen Akrobaten, Trapezartisten, Jongleure, Einradfahrer, Bodenakrobaten und ganz besonders der Mädchen an den von der Decke hängenden Stoffbahnen! Manchen stockte dabei der Atem, und auch die wirbelnden Feuerstäbe und brennenden Hula-Hoop-Reifen sorgten für Hochspannung.

Einmaliges Erlebnis

Für viele Flüchtlingsfamilien war der Zirkusbesuch ein einmaliges Erlebnis, voller Bewunderung für die jungen Darsteller und ihr auch künstlerisch ansprechendes Programm mit Tänzen, schönen Choreografien und richtig witzigen Clownsnummern. Auch für die einheimischen Begleiter war dieser außergewöhnliche Ausflug zum Zirkus ZAMBAIONI eine rundum gelungene Veranstaltung.

Michael Mautner

Rede im Namen der Geehrten anlässlich des Bürgerempfangs der Stadt Mössingen

Rede von Michael Mautner, gehalten am 23. März 2018, in der Aula des Quenstedt-Gymnasiums, anlässlich des Bürgerempfangs der Stadt Mössingen.

Möšssingen, BŸürgerempfang mit Verleihung der Ehrennadel.
V.l.: OB Michael Bulander, Erika Schneemann, Thomas Kittel, Christa MüŸller-Mautner, Michael Mautner, Giesela MŸüller, Tiblez Cuflom, Annegret Zschocke und Barbara Schott.
Aufnahme Klaus Franke: 23.03.2018

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Widmann-Mauz, verehrter Herr Bulander, verehrte Gemeinderäte, liebe Frau Schott, lieber Boris Kühn, liebe Gäste, Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie Angehörige, Freundinnen und Freunde der mit mir Geehrten.

Gerne hätte ich als Redner einer der Damen den Vortritt gelassen. Das hätte der größeren Zahl und auch der größeren Rolle der Frauen beim bürgerschaftlichen Engagement nicht nur hier vor Ort eher entsprochen. So hat es sich aber – auch im Konsens mit dem zweiten Quoten-Mann in unserer Runde – ergeben, dass ich nun hoffe, im Namen aller heute ausgezeichneten Mössingerinnen und Mössinger, zu Ihnen zu sprechen.

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Mössingen hilft! – Nummer 74

Mössingen hilft: Engagement

Unser Motto kann auch wörtlich genommen werden. Nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, die das bürgerschaftliche Engagement für die hier lebenden Geflüchteten stets tatkräftig und ideell unterstützen. Einerseits durch Geld- oder Sachspenden andererseits durch deutlich ausgedrückten Zuspruch für unsere Bemühungen um Hilfen bei der Umstellung der gesamten Lebensumstände nach der Flucht.

Auch durch den guten Besuch der Benefizveranstaltung am 11. März in der Marienkirche samt dem entsprechenden Spendenaufkommen zeigen die Mössinger, dass sie unsere Arbeit nicht nur schätzen, sondern auch tatkräftig unterstützen. Die positive, öffentliche Resonanz unserer Arbeit wird auch durch sachliche und informative Berichte der lokalen Presse hervorgerufen. Und schließlich ist es die Stadt Mössingen selbst durch ihre Gemeinderäte und Herrn OB Bulander, die uns öffentlich ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringt.

Mössingen hilft: weltoffener Wohnort
(C) Manuel Wolf

„Mössingen hilft“ auch in einem anderen Sinn, nämlich als ein weltoffener und lebendiger Wohnort, der vielen Neubürgerinnen und -bürgern zur Heimat geworden ist und sicherlich noch werden wird, was die Geflüchteten betrifft. Gerade die Vielfalt, die Buntheit seiner Bewohner, die vergleichsweise junge Einwohnerschaft, die große Anzahl von Vereinen, die zahlreichen Kindergärten und Schulen, das lebendige Kulturleben und nicht zuletzt die anmutige, zur Erholung und Entspannung wie geschaffene landschaftliche Umgebung verleihen unserem Slogan „Mössingen hilft!“ diesen zweiten Sinn.

Das schätzen wir als Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ganz besonders und schöpfen neue Kraft und tanken Energie beim Spaziergang durch die Streuobstwiesen oder Wanderungen auf den abwechslungsreichen, gut beschilderten Wanderwegen unserer Stadt.

 

Michael Mautner

Unterstützung bei Anwaltskosten

Widerspruchsverfahren gegen Entscheidungen des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) führen zu Anwaltskosten für Geflüchtete, die diese nicht immer selbst aufbringen können.

Wer Mittel aus Rechtshilfefonds für Geflüchtete beantragen möchte, kann sich an folgende Personen/Institutionen wenden:

  • Andreas Linder/Martin Fink, Sprechzeit jeweils Montag ab 18.00 Uhr im Mehlgebäude in Mössingen, Sozialraum Erdgeschoss
  • Ruben Malina vom Asylzentrum Tübingen, Sprechzeit jeweils Donnerstag 13.00 – 15.00 Uhr, Kurze Hirschen in Mössingen (im Sozialraum neben dem Büro von Frau Wiedmer/Bölke).
  • Asylzentrum Tübingen (siehe Wichtige Links)
  • Pro Asyl, Unterstützung über die entsprechenden Landesflüchtlingsräte möglich, siehe Link

Mössingen hilft! – Nummer 68

Die richtige Beratung für junge Geflüchtete

Ein zusätzliches Beratungsangebot zur Berufsausbildung neben den bereits vorhandenen in Tübingen und Mössingen bietet seit kurzer Zeit K.I.O.S.K. in Tübingen. Das Kürzel bedeutet „Kontakte – Information – Orientierung – Selbstständigkeit – Kooperation“ und ist eine wichtige „Anlaufstelle zur Berufsorientierung für geflüchtete Jugendliche und ehrenamtlich Aktive“, wie es im Flyer heißt. Am Montagabend stellten zwei der Mitarbeiterinnen aus Tübingen ihr Projekt im Mehlgebäude den über 20 vorwiegend jungen, afghanischen und iranischen Geflüchteten vor. Dabei wurden die Möglichkeiten einer Berufsausbildung im dualen System ausführlich dargestellt.

Voraussetzungen für Berufsausbildung

Die Grundvoraussetzung dafür sind ausreichende Sprachkenntnisse, aber auch ausreichende mathematische Kenntnisse wegen der erheblichen Ansprüche der Berufsschule. Dagegen spielt der Status keine wesentliche Rolle, da auch mit einer Duldung eine Berufsausbildung möglich ist. Auch das Alter muss kein Hindernis für eine Berufsausbildung sein, sofern ein Ausbildungsbetrieb gefunden wird. Es kam zu einem lebhaften Austausch von Fragen und Antworten. Auch die Arbeitsaufnahme ohne Berufsausbildung wurde kurz behandelt.

Individuelle Beratung

Man kann sich bei K.I.O.S.K. individuell beraten lassen. Es werden auch Betriebsbesichtigungen organisiert und Gesprächsrunden mit bereits in Ausbildung befindlichen Geflüchteten veranstaltet. Der FK Asyl empfiehlt die Nutzung dieses wichtigen Beratungsangebots. Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 16 – 18 Uhr, Poststraße 10, 72070 Tübingen

 

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 66

Das MGH/Mütter- und Familienzentrum e.V. – unerlässlich für den FK Asyl

Anlässlich des Jubiläums des Mütterzentrums (MüZe) soll dessen bedeutender Beitrag bei der Entstehung und Entwicklung der Flüchtlingsarbeit in Mössingen gewürdigt werden.

Gründung des FK Asyl

Der FK Asyl ist von Menschen aus der Mössinger Bevölkerung unter dem Dach des Vereins MuT (Mitverantwortung und Teilnahme e.V.) gegründet worden als Flüchtlinge/Asylsuchende durch die Balkankonflikte auch uns erreichten. Nach der Befriedung der Region löste sich die Gruppe auf.

Neustart 2010

Mitglieder des Mütterzentrums (MüZe) haben den Freundeskreis unter ihrem Dach wiederbelebt. Ausschlaggebend waren wiederzunehmende Flüchtlingszahlen ab ca. 2010. Eine sehr rührige, kleine Gruppe kümmerte sich engagiert um ankommende Asylsuchende. Mit der jüngsten starken Zunahme von Geflüchteten wuchs auch die Zahl der freiwillig Engagierten an.

Bedeutender Beitrag zum FK Asyl

Der FK Asyl musste keine eigenen Räume suchen und konnte sich auf das Müze-Büro als zuverlässigen Ort für alle anfallenden organisatorischen Angelegenheiten verlassen. Es ist die Anlaufstelle des FK Asyl und hat sich damit auch viel Arbeit verschafft. Die im Müze aktiven Menschen organisieren aber auch die Sprachkurse für Anfänger, leisten Betreuungsarbeit für die Kinder von Geflüchteten während der Sprachkurse im Alten Rathaus und der evangelisch-methodistischen Kirche, sind am interkulturellen Gartenprojekt beteiligt, bieten Hilfen für Schwangere an und Hausaufgabenhilfe für Schulkinder. Mehrmals konnten Kinder von Geflüchteten am Sommerferiencamp „Wirlewitz“, auch unter dem Dach des Müze, teilnehmen.

Dank für professionelle Unterstützung

Ganz wichtig für die Arbeit des FK Asyl ist die problemlose Bereitstellung von gemütlichen Räumen für Sitzungen und Besprechungen. So konnte ein gut funktionierendes Netzwerk für die Betreuung der Geflüchteten entwickelt werden, das ohne die professionelle Unterstützung durch die engagierten Aktiven des Müze nicht denkbar ist. Dafür dankt der FK Asyl allen Aktiven des Müze ganz herzlich.

 

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 63

Der Fahrradaktionstag…

Das Quenstedt-Gymnasium versteht sich als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.“ Daraus ergab sich bereits im letzten Sommer ein Aktionstag für Geflüchtete mit vielen Mitmach-Angeboten in der Schule.

Engagierte Schüler*innen und Sylvia Thonak als Lehrende haben sich in diesem Jahr mit dem Jugendhaus M und der Fahrradwerkstatt des FK Asyl zu einer Kooperation zusammengefunden. Nach intensiver Vorbereitung mit Flyern in mehreren Sprachen und der Einrichtung der Räume im Erdgeschoss des Jugendhauses M konnte letzten Mittwoch ein Fahrradaktionstag angeboten werden. Dazu konnten Fahrräder für einen intensiven Sicherheitscheck mitgebracht und unter fachmännischer Anleitung mit Ersatzteilen repariert werden, die die Fahrradwerkstatt kostenfrei zur Verfügung stellte.

…ein Beispiel für gelungene Kooperation

Es entwickelte sich den ganzen Tag über ein lebhafter Betrieb min zahlreichen Kontakten zwischen Geflüchteten sowie Schüler*innen und den Aktiven der Fahrradwerkstatt. Neben der Arbeit an den Rädern waren Informationen zur Verkehrssicherheit in den Räumen angebracht, ein Parcours konnte bewältigt werden und weitere Aktivitäten wurden von den Schüler*innen und dem Jugendhaus M angeboten. Das schöne Wetter war das Sahnehäubchen bei dieser von allen als positiv erlebten Veranstaltung. Der FK Asyl schätzt das Engagement der Schüler*innen des Quenstedt- Gymnasiums und von Sylvia Thonak sehr. Unser Dank für diesen erfolgreichen Aktionstag gilt ihnen, dem Jugendhaus M und den Aktiven des FK Asyl von der Fahrradwerkstatt.

 

Michael Mautner