Mössingen hilft! – Nummer 78

Ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie

Am Himmelfahrtstag versammelten sich ca. 30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu einem Ausflug besonderer Art. Es ging zur Nachmittagsvorstellung des Kinder- und Jugendzirkus‘ ZAMBAIONI nach Tübingen-Derendingen. Rechtzeitig vor der Premiere hatte der FK Asyl Karten für diese Vorstellung besorgt, und so war es kein Problem, vor dem Zelt in der größeren Schlange auf den Einlass zu warten. Dieses Problem hatten aber sehr viele Familien, die ohne Reservierung in der anderen Schlange auf ihre Chance warteten, noch eine der begehrten Karten zu ergattern. Schließlich füllte sich das Zelt bis auf den letzten Platz. Die Kapelle spielte fröhlich-temperamentvolle Stücke zur Einstimmung.

Geschichten vom Ankommen und Wegfahren

Dann ging es endlich mit den Clowns los. Es wurde während der ganzen, über zweistündigen Vorstellung die Geschichte vom Ankommen und Wegfahren von den Clowns erzählt, damit auch von Heimat und Fremdsein. Das konnten die Flüchtlingsfamilien auch ohne besondere Sprachkenntnisse ganz gut verstehen. Wie groß aber war das Staunen über die großartigen Leistungen der jungen Akrobaten, Trapezartisten, Jongleure, Einradfahrer, Bodenakrobaten und ganz besonders der Mädchen an den von der Decke hängenden Stoffbahnen! Manchen stockte dabei der Atem, und auch die wirbelnden Feuerstäbe und brennenden Hula-Hoop-Reifen sorgten für Hochspannung.

Einmaliges Erlebnis

Für viele Flüchtlingsfamilien war der Zirkusbesuch ein einmaliges Erlebnis, voller Bewunderung für die jungen Darsteller und ihr auch künstlerisch ansprechendes Programm mit Tänzen, schönen Choreografien und richtig witzigen Clownsnummern. Auch für die einheimischen Begleiter war dieser außergewöhnliche Ausflug zum Zirkus ZAMBAIONI eine rundum gelungene Veranstaltung.

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 76

Update vom 06.05.2018: Bilder ergänzt

Ausflug nach MARBACH

Der FK Asyl mit Flüchtlingsfamilien unternahm am vergangenen Samstagnachmittag einen Ausflug zum Landesgestüt Marbach. Alle Teilnehmer*innen waren aufgeregt und voller Spannung, was dieser Ausflug bei schönsten Frühlingswetter wohl für sie bringen würde. Großes Erstaunen setzte ein, als es in den schönen Hof des Gestüts ging und die Gruppe auf ihre Gestütsführerin wartete. Frau Sabine Ilg stellte sich vor und begrüßte dann unsere Gruppe von 35 Menschen. Dann ging es direkt in den ersten Stall mit den Araberzuchtpferden.

pFERDE MIT sTAMMBAUM

Frau Ilg erklärte genau und mit viel Geduld die „Familiengeschichte“ einiger der äußerst wertvollen Zuchtpferde, deren Namen Stammbäume, Alter und individuellen Fütterpläne an den Boxen angebracht sind. Dann erklärte sie im folgenden Stall die Ernährung der Tiere. Kostproben von Hafer, Kraftfutter-Pelletts und Pferde-müsli durften die Kinder aus den Trögen anfühlen. Frau Ilg klärte auch die Erwachsenen über die Ernährung der Pferde auf: Nur Gras oder Heu füttern, falls man auf Wanderungen an Weiden oder Koppeln vorbeikommt! Bloß keinen Zucker! Der macht die Gebisse kaputt und schädigt die Innereien. Statt Äpfel sollte man lieber Möhren füttern, und auch die sehr sparsam.

fOHLEN HAUNTNAH

Außer diesen nützlichen Informationen konnte man auf den Weiden Stuten mit ihren Fohlen z.T. hautnah erleben. Das war bestimmt der Höhepunkt der Führung durch das Gestüt. Es wurden unzählige Fotos gemacht, die schöne Landschaft und die Ruhe genossen, bis es zum Stadion ging. Frau Ilg lieferte die zum Verständnis notwendigen Informationen zu den Veranstaltungen im Stadion. Schließlich endete der 1 ½ Stunden dauernde Rundgang mit der überaus freundlichen Frau Ilg, die sich am Ende sogar für das „rege Interesse“ und die „nette Gruppe“ bedankte. Im Gestütsladen konnten noch Souvernirs erworben werden. Am späten Nachmittag gelangte der Autokorso am Spiel- und Grillplatz in Nehren an, wo der tolle Ausflug beim gemütlichen Grillen ausklang.

Auf dem Hohenzollern

Eine Gruppe von mehr als 20 Personen hatte die Gelegenheit, den nahe gelegenen Hohenzollern zu besuchen. Dieses Mal war der Bus der katholischen Kirchengemeinde zu klein, so dass wir uns besonders bei Jörg Schneider und Susanne Sucker bedanken, die neben Martin Denner den Transport übernommen haben. Die Kosten für die Eintritte hat der Asylkreis Mössingen getragen.

Herzlichen Dank an alle, die diese Fahrt möglich gemacht haben!

Hohenzollern_03

Hohenzollern_02

Hohenzollern_01

 

Rundreise um Mössingen

„Sehen, Wissen, Auskennen“ – so könnte man die Idee beschreiben, die der Freundeskreis Asyl vor Kurzem hatte, und die Johannes Kepplinger am 29.12.15 und 30.12.15 kurzerhand in die Tat umgesetzt hat.
Er hat nämlich den Kleinbus der katholischen Kirchengemeinde ausgeliehen und mit Familien, die neu bei uns leben, einfach eine Rundfahrt in und um Mössingen gemacht.
Höhepunkt war am Dienstag der Gang über die Olgahöhe,
und am Mittwoch der Besuch bei den beiden Bioland-Bauern-
höfen in Talheim.
Mohamad Haj Mustafa war am Mittwoch der orts- und sachkundige, Arabisch sprechende Reiseführer – vielen Dank dafür!

Mössingen hilft! – Nummer 11

Benz-Museum_kleinAm letzten Sonntag versammelten sich kurz vor 10 Uhr ganze Familien und einzelne Personen sowie 5 Helferinnen bzw. Helfer des Freundeskreises Asyl zu einem ganztägigen Ausflug am Bahnhof. Kurz danach machte sich eine bunte und fröhliche Gruppe von 47 Personen auf den Weg nach Stuttgart.

Es herrschte von Anfang an eine Stimmung der freudigen Erwartung, denn die vielen neu in Mössingen lebenden Flüchtlingsfamilien mischten sich mit den schon länger hier wohnenden auf eine angenehme Weise.

Schließlich erreichte die bunte Truppe das Ziel kurz nach 12 Uhr: Das supermoderne Mercedes-Benz Museum, das großes Erstaunen bei allen auslöste. Mit Verhandlungsgeschick gelang es, für die Gruppe einen sehr sozialen Eintrittspreis zu erzielen. Dann konnte endlich der Museumsbesuch selber beginnen. Manche ließen sich einen kostenlosen Audioguide geben, auch wenn es (noch) keine arabische Version gibt.

Dann ging es mit dem futuristischen Aufzug in das oberste 8. Stockwerk, wo die Anfänge des heutigen Weltunternehmens mit sensationellen, historischen Fahrzeugen, darunter auch Schiffe und Schienenfahrzeuge, äußerst anschaulich präsentiert werden.

Unsere Gruppe folgte dann in kleineren Gruppen dem weiteren Verlauf der Ausstellung, die immer wieder Fahrzeuge in hervorragender Weise chronologisch darstellte. Es wurden unzählige Fotos geschossen, darunter viele „Selfies“, die gleich zu Freunden oder Verwandten in den Nahen Osten geschickt wurden, wo das möglich ist.

Nach fast 3 Stunden hatten schließlich auch die letzten Besucher aus Mössingen das Museum bewältigt, tief beeindruckt und auch zufrieden über den abwechslungsreichen Tag.

Als Sahnehäubchen hatte auch das tolle, milde Herbstwetter mitgespielt, so dass in der großzügigen Anlage vor dem Museum in aller Ruhe das mitgebrachte Vesper verzehrt werden konnte.

Gegen 18 Uhr traf die Gruppe wieder in Mössingen ein. Den 5 Betreuerinnen und Betreuern wurde zum Abschied ganz herzlich für den tollen Tag gedankt.

(Michael Mautner)