Rede zum „Dankesfest“ 2018

Rede von Michael Mautner zum „Dankesfest“, gehalten am 11. April 2018, im katholischen Gemeindehaus.

Guten Abend, verehrter Herr Bulander, lieber Boris Kühn, geschätzte Kooperationspartnerinnen und -partner des Freundeskreises Asyl, sowie alle freiwillig engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreiter des Freundeskreises Asyl.

Wir wollen uns am heutigen Abend nicht mit den Problemen und Aufgaben bei der Betreuung von Geflüchteten beschäftigen. Vielmehr gönnen wir uns ein entspanntes und fröhliches Beisammensein.

Als erstes möchte ich mich im Namen meiner beiden Kolleginnen Renate Butt-Schmid und Claudia Lund bei allen ausdrücklich für die von Ihnen und euch geleistete Arbeit für die Geflüchteten herzlich bedanken. Dies ist im abgelaufenen Jahr wieder mit viel Herzblut, Ausdauer und Geduld geschehen. Es ist nicht selbstverständlich, was jede und jeder von euch und von den Kooperationspartnern Tag für Tag leistet. Und das Ergebnis kann sich durchaus – auch über Mössingen hinaus – sehen lassen.

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Mössingen hilft! – Nummer 73

Die Angebote, Termine und Veranstaltungen des „Mütter- und Familienzentrums Mehrgenerationenhaus e.V.“  (kurz: „Müze“) richten sich auch an Geflüchtete. Sie richten sich insbesondere an Mütter bzw. Väter mit Kleinkindern bis zu 3 Jahren.

Kinderbetreuung, Second-Hand-Laden

So hat das „Müze“ eine kostenlose Kinderbetreuung (Montag bis Donnerstag jeweils 9 – 11 Uhr) eingerichtet, damit sie an den vom „Müze“ organisierten Sprachkursen teilnehmen können. Aber auch andere Angebote, wie die Nutzung des Second-Hand-Ladens, um günstig Kleidung oder Spielsachen für ihre Kinder zu erwerben, gibt es.

Praktikantenstellen, FSJ-Plätze, …

Hier können Geflüchtete auch als Praktikanten helfen. Das „Müze“ bietet aber auch andere Praktikumsstellen und FSJ-Plätze für Geflüchtete in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten, Boris Kühn, an. Einige Frauen haben dieses Angebot bereits wahrgenommen. Auch eine AGH-Stelle („Arbeitsgelegenheit“) in Kooperation mit der Arbeitsagentur konnte hier eingerichtet werden. Der Freundeskreis Asyl ist stolz darauf, dass das „Müze“ nicht nur Angebote bei der Betreuung und für Sprachkurse anbietet, sondern aktiv bei der Vorbe-reitung auf eine Berufstätigkeit ist.

Alphabetisierung & Sprachkurs

Die Alphabetisierungs- und Sprachkurse auf A 1/A 2- Niveau vor Ort in Mössingen, mit der Möglichkeit eines zertifizierten Abschlusses durch das „Müze“ mit Unterstützung durch das Landratsamt (LRA), sind ein „Alleinstellungsmerkmal“ der hiesigen Flüchtlingsarbeit. Der FK Asyl hofft und wünscht, zusammen mit den qualifizierten Sprachtutoren, dass das LRA dieses wohnortnahe Angebot weiterhin unterstützt, auch finanziell. Für die Sprachtutoren wäre die Weiterführung eine deutliche Wertschätzung ihrer unbezahlten Tätigkeit. Das LRA beteiligt sich bislang an den Kosten für die Organisation der Kurse durch Übernahme des Honorars für Büroarbeit und Beratung durch eine Fachkraft und –  in geringerem Umfang – an den Sachkosten.

Hausaufgabenhilfe und Büromitnutzung

Das „Müze“ organisiert auch jeden Freitagnachmittag im Haus die von etlichen Lernpaten getragene „Hausaufgabenhilfe“, die auch Nachhilfe für einzelne Kinder und Jugendliche einschließt. Von Geflüchteten und ihren Betreuer*innen kann auch die Infrastruktur des Büros mit PC, Drucker, Internetzugang für eigene Zwecke genutzt werden, z.B. für Recherchen und Bewerbungsschreiben.

Helfer gesucht

Für all diese Angebote werden freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht. Besonders Jugendliche sind herzlich willkommen! Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Mössingen hilft! – Nummer 70

WLAN durch Vorbildliches Engagement

Einem Team aus Schüler*innen des Quenstedt-Gymnasiums und dem anleitenden Lehrerehepaar Frank Schiebel und Anni Theil-Schiebel ist es zu verdanken, dass im Mehlgebäude seit kurzer Zeit freier Zugang zum Internet möglich ist. Durch die Verbindung des Freifunk-Netzes des Gymnasiums mit dem Mehlgebäude können die Bewohner nun mit der Außenwelt kommunizieren. Dieses seit langer Zeit schon geplante Vorhaben konnte nun nach Wegfall der Bedenken des Landratsamtes wegen der sog. „Störerhaftung“ mit erheblichem Arbeitsaufwand, aber geringem Kostenaufwand in die Tat umgesetzt werden. Der FK Asyl hat das Projekt von Anbeginn unterstützt und wird die anfallenden Unkosten aus dem Spendenaufkommen erstatten.

Win-Win-Situation

Aber nicht nur die Bewohner im Mehlgebäude profitieren von dem Projekt. Auch die engagierten jungen Menschen können nicht nur Anerkennung und Dankbarkeit ernten; sie hatten die außergewöhnliche Gelegenheit, durch dieses Projekt ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in die Praxis umzusetzen. Neudeutsch spricht man bei einem solchen Resultat von einer „Win-Win-Situation“.

Eine Idee für die ganze STadt?

Auch für die Stadt Mössingen und ihre Gewerbetreibenden kann damit ein Anstoß gegeben werden, ein Freifunk-Netzwerk mit kostenlosem WLAN-Zugang für Benutzer und Besucher einzurichten, wie es etliche Touristengemeinden im Schwarzwald bereits haben.

 

Michael Mautner