Mössingen hilft! – Nummer 80

Gemeinsam feiern und Brücken bauen

Die Verlegung des „Café International“ in den Pfingstferien vom Mittwoch auf den Freitagabend war ein Wagnis. Die Gastgeber von der katholischen Kirchengemeinde hatten wie im vergangenen Jahr zu einem gemeinsamen „Fastenbrechen“ während des Ramadans nach Sonnenuntergang eingeladen. Es war nicht voraussehbar, wie viele Geflüchtete der Einladung folgen würden, da in den Ferien viele deutsche Betreuerinnen und Betreuer im Urlaub sind und auch keine Sprachkurse in Mössingen stattfinden. Daher wurde mit mehrsprachigen Handzetteln zu der Veranstaltung, die in den Unterkünften verteilt wurden, zu der Veranstaltung eingeladen. Umso erfreuter war das Team um Bärbel Kannwischer als Gastgeber und die Anwesenden des FK Asyl über den großen Zulauf. Die Tische waren zu einem U geformt aufgebaut, mit Blumen dekoriert und eingedeckt. Die Geflüchteten, die deutschen Helfer und die Gastgeber hatten eine große Auswahl leckerer Speisen im Angebot, die auf den Tischen und als Büfett angeboten wurden.

Vielfältige Speisen

Exakt nach Sonnenutergang und nachdem alle ca. 60 Personen ihren Platz gefunden hatten, wurde die gemeinsame, ausgedehnte Mahlzeit begonnen. Diejenigen, die tatsächlich tagsüber gefastet hatten, griffen beherzt und freudig zu. Auch die Kinder waren von dem vielfältigen Speisenangebot aus diversen regionalen Küchen, darunter auch eine sehr leckere Kuchenauswahl der katholischen Gastgeber, die vom Fronleichnamsfest noch übrig war, ausgesprochen antgetan. Auch die Unterhaltung miteinander kam trotz einiger Verständigungsprobleme nicht zu kurz. Es stellte sich eine wohltuende, anregende Atmosphäre trotz der zahlreichen Menschen ein. Für alle Helferinnen und Helfer, die zum Gelingen des Festmahls beigetragen hatten, war der freundliche Dank der Gäste, die später auch tatkräftig beim Aufräumen halfen, eine deutliche Anerkennung ihrer Mühe. Der FK Asyl ist froh, dass die gute Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde einmal mehr zu diesem erfolgreichen Abend geführt hat.

Mössingen hilft! – Nummer 79

elementare Bedeutung der Sprachkurse

Es ist unmittelbar einsichtig, dass Kenntnisse der deutschen Sprache für Zuwanderer von grundlegender Bedeutung sind. Erst die Fähigkeit, sich zunächst mit einfachen Mitteln in Alltagssituationen wie z.B. beim Einkauf, in Kindergarten und Schule, mit den Betreuerinnen und Betreuern und bei Arztbesuchen verständlich zu machen, ermöglicht Schritte zur Teilhabe am Leben bei uns. Das wird umso wichtiger, wenn ein langer oder dauerhafter Aufenthalt in Aussicht steht.

Nicht jede/r darf teilnehmen

Nicht alle der zu uns gekommenen Menschen haben aber einen diekten und unmittelbaren Zugang zu den öffentlich eingerichteten Alphabetisierungs- und Integrationskursen. Sei es, dass sie als „Personen mit geringer Bleibeperspektive“ eingestuft werden, was immer noch die zahlreichen afghanischen Geflüchteten während ihres Asylverfahrens trifft. Sei es, weil viele aus „sicheren Herkunftsländern“ stammen. Aber auch Personen, auf die diese Ausschlusskriterien nicht zutreffen, können oft nicht an den verlangten Integrationskursen teilnehmen. Das trifft vor allem auf Mütter mit Kleinkindern zu, die Kinderbetreuung und die Teilnahme an einem Kurs in Tübingen nicht unter einen Hut bringen.

Angebot für alle

Für alle Menschen, die nicht in der Lage sind, Alphabetisierungs- oder Deutschkurse zu besuchen, bietet das Mütterzentrum als Träger und der FK Asyl durch ehrenamtliche Sprachtutorinnen und -tutoren entsprechende Kurse in Mössingen an. Die Besonderheit ist, dass es dazu eine Kleinkindbetreuung im Müze gibt, damit Mütter Anfängerkurse und Alphabetisierungskurse vor Ort besuchen können. Dazu gibt es maximal 16 Betreuungsplätze im Müze mit ausreichendem Betreuungspersonal.

Spenden dringend nötig

Die Arbeit der über 20 ehrenamtlichen Sprachtutorinnen ist kostenfrei. Einzig die Koordinatorin der Sprachkurse wird für ihre Arbeit bezahlt. Auch wurden bis vor einiger Zeit die notwendigen Lehrbücher vom Landratsamt finanziell bezuschusst. Inzwischen wurden die Zuschüsse allerdings gekürzt und der FK Asyl hat einen großen Teil der Kosten für die Lehrmittel getragen, ebenso wie anfallende Prüfungsgebühren. Damit die von ca. 50 Personen besuchten Kurse im Alten Rathaus wie bisher mit Erfolg weitergeführt werden können, braucht der FK Asyl regelmäßig finanzielle Mittel. Auch wenn die Geflüchteten einen Eigenanteil an den Büchern bezahlen, möchten Müze und der FK Asyl weiterhin für alle Kursteilnehmer Bücher zur Verfügung stellen. Die Ehrenamtlichen arbeiten umsonst. Helfen Sie durch Spenden, dass die Sprachkurse weiterhin durchgeführt werden können!

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 78

Ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie

Am Himmelfahrtstag versammelten sich ca. 30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu einem Ausflug besonderer Art. Es ging zur Nachmittagsvorstellung des Kinder- und Jugendzirkus‘ ZAMBAIONI nach Tübingen-Derendingen. Rechtzeitig vor der Premiere hatte der FK Asyl Karten für diese Vorstellung besorgt, und so war es kein Problem, vor dem Zelt in der größeren Schlange auf den Einlass zu warten. Dieses Problem hatten aber sehr viele Familien, die ohne Reservierung in der anderen Schlange auf ihre Chance warteten, noch eine der begehrten Karten zu ergattern. Schließlich füllte sich das Zelt bis auf den letzten Platz. Die Kapelle spielte fröhlich-temperamentvolle Stücke zur Einstimmung.

Geschichten vom Ankommen und Wegfahren

Dann ging es endlich mit den Clowns los. Es wurde während der ganzen, über zweistündigen Vorstellung die Geschichte vom Ankommen und Wegfahren von den Clowns erzählt, damit auch von Heimat und Fremdsein. Das konnten die Flüchtlingsfamilien auch ohne besondere Sprachkenntnisse ganz gut verstehen. Wie groß aber war das Staunen über die großartigen Leistungen der jungen Akrobaten, Trapezartisten, Jongleure, Einradfahrer, Bodenakrobaten und ganz besonders der Mädchen an den von der Decke hängenden Stoffbahnen! Manchen stockte dabei der Atem, und auch die wirbelnden Feuerstäbe und brennenden Hula-Hoop-Reifen sorgten für Hochspannung.

Einmaliges Erlebnis

Für viele Flüchtlingsfamilien war der Zirkusbesuch ein einmaliges Erlebnis, voller Bewunderung für die jungen Darsteller und ihr auch künstlerisch ansprechendes Programm mit Tänzen, schönen Choreografien und richtig witzigen Clownsnummern. Auch für die einheimischen Begleiter war dieser außergewöhnliche Ausflug zum Zirkus ZAMBAIONI eine rundum gelungene Veranstaltung.

Michael Mautner

Sprachkurse in Mössingen

Sprache als Herausforderung

Man stelle sich vor, man müsste eine völlig neue Sprache in fremder Umgebung lernen, zum Beispiel Arabisch oder Persisch. Wortschatz, Grammatik und das Schriftbild haben mit den uns geläufigen Fremdsprachen sehr wenig gemein. Man kann sich die Mühe kaum vorstellen, die man aufwenden muss, bis ein alltagstaugliches Niveau erreicht ist. Für Geflüchtete gilt das in gleicher Weise für das Erlernen der deutschen Sprache. Dabei sind noch nicht die Lernhemmnisse wie beengte Wohnverhältnisse, belastende Erlebnisse und Erfahrungen und ungewisse Zukunftsaussichten genannt. Auch das Alter und die formelle Bildung – oder deren Fehlen – haben Einfluss auf den Lernerfolg.

Sprachkurse in Mössingen

Für Geflüchtete in Mössingen sind die vom Mütter- und Familienzentrum organisierten Basisdeutschkurse und Alphabetisierungskurse oft die erste Anlaufstelle, um Deutsch zu lernen. Diese Grundkurse sind offen für alle Flüchtlinge während des Asylverfahrens und ermöglichen das kostenlose Erlernen grundlegender Deutschkenntnisse und gegebenenfalls der lateinischen Schrift. Von Montag- bis Donnerstagvormittag unterrichten 21 ehrenamtliche Tutorinnen und Tutoren im Wechsel derzeit rund 50 Geflüchtete aus Mössingen und den umliegenden Gemeinden des Steinlachtals in 2 Alphabetisierungskursen, 2 Kursen auf A 1-Niveau und einem Kurs auf A 2-Niveau.

Organisiert und koordiniert werden die Alphabetisierungs- und Sprachkurse von Irmi Hornbach. Bei ihr kann man sich auch an- bzw. abmelden und auf eine Warteliste setzen lassen. Die Vetreter der Sprachtutoren sind Rainer Köning und Ingeborg Österle.

Das Konzept der Kurse orientiert sich dabei an der oft schwierigen Lebenssituation der Flüchtlinge. So haben diese nicht nur die Möglichkeit, hier ohne Vorkenntnisse in Sprache und Schrift und ohne Zeitdruck Deutsch zu lernen, sondern können auch neue soziale Kontakte knüpfen. Jede und jeder kann teilnehmen, solange es notwendig ist.

Die Basisdeutschkurse können mit der Prüfung für Zielniveau A1 abgeschlossen werden. Weiterführende Kurse werden in Tübingen und Rottenburg angeboten

Kinderbetreuung während der Kurse

Eine wichtige Rolle spielt auch die vom Mütter- und Familienzentrum angebotene kostenfreie Kinderbetreuung für maximal 16 Kinder im Kleinkindalter. Die Kinder werden von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen beaufsichtigt, während die Eltern Deutsch lernen. Diese Kinderbetreuung ist etwas Besonderes – kein anderer Unterstützerkreis im Landkreis kann das aktuell leisten.

Mössingen hilft! – Nummer 77

Konkrete Hilfe durch freundliche Spenderin

Dass Helfen Freude bereitet, kann jeder täglich erleben. Bei Geld- oder Sachspenden stellt sich die Freude aber eher selten ein, wenn nicht genau erfahren wird, wofür die Spende eingesetzt wird. Anders im Fall einer älteren, munteren Mitbürgerin, die wiederholt etwas für den FK Asyl gespendet hat. Sie meldet sich dann jeweils persönlich bei jemandem aus dem FK Asyl und fragt nach, was gebraucht werde. Dieses Jahr ging es um eine nicht unerhebliche Geldspende, mit der sie die Flüchtlingsarbeit unterstützen möchte.

Tafelgarten: Neue Pflanzen und Setzlinge

Im Telefongespräch wurde rasch geklärt, dass dieses Jahr der Tafelgarten in den Genuss der Spende kommen sollte. So wurde eine Mitarbeiterin des Mütterzentrums, die dort die Hausaufgabenbetreuung leitet und gleichzeitig verantwortlich für den Tafelgarten ist, eingeschaltet. Die Spende wurde getätigt. Mit dem Geld wurden Pflanzen und Setzlinge erworben. Zum jüngsten Arbeitseinsatz im Tafelgarten wurde die muntere, ältere Spenderin persönlich eingeladen und konnte so selbst sehen, wo ihre Spende gelandet ist. Auch die persönliche Bekanntschaft mit den dort beschäftigten Menschen trug zur angenehmen Atmosphäre bei.

Transparenz

Nicht immer kann ganz konkret wie in dem vorliegenden Beispiel gezeigt werden, was mit Spenden angeschafft wird oder wie sie verwendet werden. Die Aktiven des FK Asyl bemühen sich jedoch sehr um Transparenz, wenn es um Geld- oder Sachspenden geht. Details dazu finden sich auch auf dieser Website.

Wir bitten auch weiterhin um Spenden für die umfangreiche Asylarbeit.

Mössingen hilft! – Nummer 76

Update vom 06.05.2018: Bilder ergänzt

Ausflug nach MARBACH

Der FK Asyl mit Flüchtlingsfamilien unternahm am vergangenen Samstagnachmittag einen Ausflug zum Landesgestüt Marbach. Alle Teilnehmer*innen waren aufgeregt und voller Spannung, was dieser Ausflug bei schönsten Frühlingswetter wohl für sie bringen würde. Großes Erstaunen setzte ein, als es in den schönen Hof des Gestüts ging und die Gruppe auf ihre Gestütsführerin wartete. Frau Sabine Ilg stellte sich vor und begrüßte dann unsere Gruppe von 35 Menschen. Dann ging es direkt in den ersten Stall mit den Araberzuchtpferden.

pFERDE MIT sTAMMBAUM

Frau Ilg erklärte genau und mit viel Geduld die „Familiengeschichte“ einiger der äußerst wertvollen Zuchtpferde, deren Namen Stammbäume, Alter und individuellen Fütterpläne an den Boxen angebracht sind. Dann erklärte sie im folgenden Stall die Ernährung der Tiere. Kostproben von Hafer, Kraftfutter-Pelletts und Pferde-müsli durften die Kinder aus den Trögen anfühlen. Frau Ilg klärte auch die Erwachsenen über die Ernährung der Pferde auf: Nur Gras oder Heu füttern, falls man auf Wanderungen an Weiden oder Koppeln vorbeikommt! Bloß keinen Zucker! Der macht die Gebisse kaputt und schädigt die Innereien. Statt Äpfel sollte man lieber Möhren füttern, und auch die sehr sparsam.

fOHLEN HAUNTNAH

Außer diesen nützlichen Informationen konnte man auf den Weiden Stuten mit ihren Fohlen z.T. hautnah erleben. Das war bestimmt der Höhepunkt der Führung durch das Gestüt. Es wurden unzählige Fotos gemacht, die schöne Landschaft und die Ruhe genossen, bis es zum Stadion ging. Frau Ilg lieferte die zum Verständnis notwendigen Informationen zu den Veranstaltungen im Stadion. Schließlich endete der 1 ½ Stunden dauernde Rundgang mit der überaus freundlichen Frau Ilg, die sich am Ende sogar für das „rege Interesse“ und die „nette Gruppe“ bedankte. Im Gestütsladen konnten noch Souvernirs erworben werden. Am späten Nachmittag gelangte der Autokorso am Spiel- und Grillplatz in Nehren an, wo der tolle Ausflug beim gemütlichen Grillen ausklang.

Rede zum „Dankesfest“ 2018

Rede von Michael Mautner zum „Dankesfest“, gehalten am 11. April 2018, im katholischen Gemeindehaus.

Guten Abend, verehrter Herr Bulander, lieber Boris Kühn, geschätzte Kooperationspartnerinnen und -partner des Freundeskreises Asyl, sowie alle freiwillig engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreiter des Freundeskreises Asyl.

Wir wollen uns am heutigen Abend nicht mit den Problemen und Aufgaben bei der Betreuung von Geflüchteten beschäftigen. Vielmehr gönnen wir uns ein entspanntes und fröhliches Beisammensein.

Als erstes möchte ich mich im Namen meiner beiden Kolleginnen Renate Butt-Schmid und Claudia Lund bei allen ausdrücklich für die von Ihnen und euch geleistete Arbeit für die Geflüchteten herzlich bedanken. Dies ist im abgelaufenen Jahr wieder mit viel Herzblut, Ausdauer und Geduld geschehen. Es ist nicht selbstverständlich, was jede und jeder von euch und von den Kooperationspartnern Tag für Tag leistet. Und das Ergebnis kann sich durchaus – auch über Mössingen hinaus – sehen lassen.

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Mössingen hilft! – Nummer 75

Aktueller Artikel im STeinlach-BoteN

Der „Steinlach-Bote“ berichtete am Ostersamstag ausführlich über einen Fall häuslicher Gewalt in einer Familie aus Mössingen. Es ist für die Aktiven des FK Asyl völlig klar und unstrittig, dass jegliche Form häuslicher Gewalt, von wem auch immer sie gegen Frauen oder Kinder ausgeübt wird, strikt abgelehnt und nicht toleriert wird. Unsere Gesetze schützen Frauen und Minderjährige, und selbst wenn eine Ehefrau angibt, sich wieder „versöhnt“ zu haben, so bleibt häusliche Gewalt ein schwerwiegender Straftatbestand. Dieser wird mit den Mitteln des bei uns herrschenden Rechtsstaates aufgeklärt und zu einem Urteil geführt.

KonsequentE Reaktion des Rechtsstaats

Das ist im vorliegenden Fall beispielhaft geschehen. Das Urteil dient der Durchsetzung der bei uns geltenden Gesetze, sendet ein starkes, öffentliches Signal an alle Frauen aus, dass unsere Gesetze sie schützen, sie Hilfe erhalten und nicht wehrlos ihren Ehemännern oder anderen männlichen Angehörigen ausgeliefert sind. Es hat abschreckende Wirkung auf potenzielle Täter, denn es wird sich rasch herumsprechen. Der zeitnahe Prozess macht deutlich, dass jeder mit empfindlicher Strafe rechnen muss, der sich wegen häuslicher Gewalt schuldig gemacht hat. Das hat auch negativen Folgen für das Bleiberecht und das Finden eines Arbeitsplatzes. Es ist ein Beispiel dafür, dass unser Rechtsstaat gut funktioniert und keiner Verschärfungen bedarf.

Prävention durch den Freundeskreis Asyl

Bereits vor diesem schlimmen Vorfall haben Mitglieder des FK Asyl in unseren Sprachkursen, bei persönlichen Begegnungen mit Geflüchteten und durch das Verteilen von mehrsprachigem Aufklärungsmaterial des zuständigen Familienministeriums an verschiedenen Orten in Mössingen das Problem der häuslichen Gewalt direkt angesprochen und auf Hilfen hingwiesen. Dies alles zusammen wird eine nachhaltige Wirkung nicht nur in Mössingen entfalten. Es bleibt zu hoffen, dass derartig schlimme Fälle häuslicher Gewalt gegen Frauen (und Kinder) Einzelfälle bleiben und durch alle diese Maßnahmen sich weiter verringern werden, was für alle in unserer Gesellschaft lebenden Menschen gilt.

Michael Mautner

Rede im Namen der Geehrten anlässlich des Bürgerempfangs der Stadt Mössingen

Rede von Michael Mautner, gehalten am 23. März 2018, in der Aula des Quenstedt-Gymnasiums, anlässlich des Bürgerempfangs der Stadt Mössingen.

Möšssingen, BŸürgerempfang mit Verleihung der Ehrennadel.
V.l.: OB Michael Bulander, Erika Schneemann, Thomas Kittel, Christa MüŸller-Mautner, Michael Mautner, Giesela MŸüller, Tiblez Cuflom, Annegret Zschocke und Barbara Schott.
Aufnahme Klaus Franke: 23.03.2018

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Widmann-Mauz, verehrter Herr Bulander, verehrte Gemeinderäte, liebe Frau Schott, lieber Boris Kühn, liebe Gäste, Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie Angehörige, Freundinnen und Freunde der mit mir Geehrten.

Gerne hätte ich als Redner einer der Damen den Vortritt gelassen. Das hätte der größeren Zahl und auch der größeren Rolle der Frauen beim bürgerschaftlichen Engagement nicht nur hier vor Ort eher entsprochen. So hat es sich aber – auch im Konsens mit dem zweiten Quoten-Mann in unserer Runde – ergeben, dass ich nun hoffe, im Namen aller heute ausgezeichneten Mössingerinnen und Mössinger, zu Ihnen zu sprechen.

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Mössingen hilft! – Nummer 74

Mössingen hilft: Engagement

Unser Motto kann auch wörtlich genommen werden. Nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, die das bürgerschaftliche Engagement für die hier lebenden Geflüchteten stets tatkräftig und ideell unterstützen. Einerseits durch Geld- oder Sachspenden andererseits durch deutlich ausgedrückten Zuspruch für unsere Bemühungen um Hilfen bei der Umstellung der gesamten Lebensumstände nach der Flucht.

Auch durch den guten Besuch der Benefizveranstaltung am 11. März in der Marienkirche samt dem entsprechenden Spendenaufkommen zeigen die Mössinger, dass sie unsere Arbeit nicht nur schätzen, sondern auch tatkräftig unterstützen. Die positive, öffentliche Resonanz unserer Arbeit wird auch durch sachliche und informative Berichte der lokalen Presse hervorgerufen. Und schließlich ist es die Stadt Mössingen selbst durch ihre Gemeinderäte und Herrn OB Bulander, die uns öffentlich ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringt.

Mössingen hilft: weltoffener Wohnort
(C) Manuel Wolf

„Mössingen hilft“ auch in einem anderen Sinn, nämlich als ein weltoffener und lebendiger Wohnort, der vielen Neubürgerinnen und -bürgern zur Heimat geworden ist und sicherlich noch werden wird, was die Geflüchteten betrifft. Gerade die Vielfalt, die Buntheit seiner Bewohner, die vergleichsweise junge Einwohnerschaft, die große Anzahl von Vereinen, die zahlreichen Kindergärten und Schulen, das lebendige Kulturleben und nicht zuletzt die anmutige, zur Erholung und Entspannung wie geschaffene landschaftliche Umgebung verleihen unserem Slogan „Mössingen hilft!“ diesen zweiten Sinn.

Das schätzen wir als Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ganz besonders und schöpfen neue Kraft und tanken Energie beim Spaziergang durch die Streuobstwiesen oder Wanderungen auf den abwechslungsreichen, gut beschilderten Wanderwegen unserer Stadt.

 

Michael Mautner