Café International grillt

Am letzten SchultagMittwoch 25. Juli, findet als „Café International“ ein Grillfest für alle statt! Eingeladen sind alle Mössinger und alle Flüchtlinge, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Gastgeber/Veranstalter stellen Rinderwürste und Hähnchen sowie alkoholfreie Getränke. Alle Gäste sind aufgefordert, Salate, Nachtisch etc. mitzubringen.

Bitte kommt zahlreich zu dem Fest und werbt bei den Geflüchteten. Auch die zahlreichen jungen Männer ohne Familie dürfen gerne zu dem Fest kommen.

Ebenfalls sind die Teilnehmer*innen unserer Deutschkurse alle zu dem Fest eingeladen, auch wenn sie in Ofterdingen, Bodelshausen, etc. wohnen.

Hier geht’s zum Termin im Kalender: Link

Mössingen hilft! – Nummer 82

Landratsamt entfernt Banner

Anlässlich des Abhängens eines Banners an der Gemeinschaftsunterkunft „Mehlgebäude“ durch das Landratsamt, auf dem weder für ein Produkt, noch für eine politische Partei geworben wurde, sondern auf dem ein Abschiebestopp für afghanische Flüchtlinge gefordert wurde, sei auf folgendes hingewiesen:

Herkunft macht beim Freundeskreis Asyl keinen Unterschied

Die in der Flüchtlingsarbeit in Mössingen engagierten Menschen machen bei der Betreuung keinen Unterschied nach der Herkunft der hier untergebrachten Männer, Frauen und Kinder. Das betrifft sowohl die vom Mütterzentrum getragenen Sprachkurse einschließlich der Kleinkinderbetreuung, als auch die Beratung und Begleitung bei Alltagsproblemen und die Unterstützung während der Asylverfahren durch Andreas Linder von „move.on“ aus Tübingen und Martin Fink von „Fluchtpunkte“ aus Tübingen.

Viele betroffene sind engagiert

In Mössingen gibt es zahlreiche afghanische Flüchtlinge. Es handelt sich um Familien und Einzelpersonen, von denen viele von Aktiven des FK Asyl betreut werden. Durch deren Engagament haben etliche junge Menschen einen Ausbildungsplatz und andere einen Arbeitsplatz gefunden. Sie haben also bereits wesentliche Anstrengungen zur Teilhabe an unserer Gesellschaft geleistet, ganz abgesehen vom schwierigen Erlernen der deutschen Sprache. Durch politische Entscheidungen auf Bundesebene werden diese Menschen, die aus einem Land mit 40-jährigen kriegerischen, gewaltsamen Auseinandersetzungen stammen und keinesfalls aus einem „sicheren Herkunftsland“, als Flüchtlinge zweiter Klasse behandelt, die erst nach langen und aufwendigen Verfahren ein Bleiberecht erlangen können. Die jüngsten Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Sigmaringen zeigen dies deutlich.

Freundeskreis Asyl spricht sich gegen Ungleichbehandlung aus

Gegen diese Ungleichbehandlung haben sich viele der im FK Asyl tätigen Helferinnen und Helfer immer wieder öffentlich oder durch Schreiben an die politisch Verantwortlichen gewandt. Dass es sowohl ein Bleiberecht für afghanische Flüchtlinge geben muss und dieses Bleiberecht auch öffentlich von den Betroffenen gefordert werden kann, sollte auch von den politisch Verantwortlichen und den nachgeordneten Ämtern und Behörden akzeptiert werden. Es würde den Gerichten viel Arbeit ersparen und den Unternehmen, die Flüchtlinge ausbilden und beschäftigen, Rechtssicherheit verschaffen.

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 81

Stadt Mössingen macht Ernst bei der Integration

Die Herausforderungen durch die erhebliche Zuwanderung nach Mössingen sind vielfältig. Neben den ca. 350 Flüchtlingen kommt noch eine größere Zahl von Menschen aus EU-Staaten und anderen Ländern in unsere Stadt. Daher war es notwendig und richtig, dass der FK Asyl Gemeinderäte und den Oberbürgermeister schon früh auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht hat, die Stelle eines Migrationsbeauftragten zu schaffen.

Integrationsbeauftragter stellt Bericht vor

Boris Kühn trug am Montag im Rathaus seinen umfangreichen Bericht über die Arbeit der letzten 24 Monate vor. Das kann in dem Zeitungsartikel vom Mittwoch im „Steinlach-Boten“ nachgelesen werden. Neben dem Problem des ausreichenden und bezahlbaren Wohnraumes für alle Neubürger*innen wird die Einrichtung zusätzlicher Betreuungsplätze für Vorschulkinder und die besondere Förderung von Kindern aus Migrationsfamilien in den Schulen eine besonders wichtige Rolle spielen. Dazu sollten muttersprachliche, in den Herkunftsländern pädagogisch erfahrene Kräfte mit eigenem Aufgabenprofil als wichtige Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter in den staatlichen Schulen und den städtischen Einrichtungen ein Beschäftigungsverhältnis erhalten.

Großer Anteil der Vereine

In anderen Staaten und anderen Städten ist das bereits der Fall. Für die Förderung einer nachhaltigen Teilhabe am Leben in unserer Stadt sind auch besondere Angebote bei der Jugendarbeit und durch Vereine nötig. Als positives Beispiel können die Sportvereine in Mössingen genannt werden. Sie sind offen für alle Neuankömmlinge, besonders für Kinder und Jugendliche. Der FK Asyl hofft, dass sich durch die Entwicklung eines „Integrationskonzepts“ durch die Stadt Mössingen das Zusammenleben von Ureinwohnern und Neubürgern kontinuierlich verbessern wird.

 

Michael Mautner