Mössingen hilft! – Nummer 54

Ängste und Hoffnungen im alten Jahr

Der umfangreiche Artikel im „Steinlach-Boten“ über den Alltag in der Gemeinschaftsunterkunft „Mehlgebäude“ vom Dienstag zeigt, dass viele anfänglichen Ängste und Befürchtungen der Einheimischen sich durch alltägliche Begegnungen in ein gedeihliches und friedfertiges Miteinander verwandelt haben. Dies ist zu großen Teilen den unmittelbar für die Unterkunft Verantwortlichen und ihrer Arbeit zu verdanken. Beigetragen zu dieser Entwicklung haben gewiss auch die zahlreichen Bewohner selbst und die vielen ehrenamtlich Aktiven des FK Asyl. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit und für die Geflüchteten – nicht nur im Mehlgebäude. Auch die unmittelbaren Nachbarn haben ein entspanntes – ja freundliches – Verhältnis zu den neu in Mössingen unterge-brachten Menschen entwickelt.

Ängste und Hoffnungen im neuen Jahr

Neben diesen sehr erfreulichen Aspekten darf aber nicht übersehen werden, dass viele Geflüchtete mit großer Sorge in die nahe Zukunft blicken. Werden sie ein Bleiberecht erhalten? Werden sich ihre Bemühungen, sich in unseren Alltag durch Schulbesuch, Spracherwerb und auch Arbeitsaufnahme einzuleben, langfristig gelohnt haben? Wird es für diejenigen mit Bleiberecht eine Anschlussunterkunft bei uns geben? Werden sie weiterhin den Schutz und den Frieden in unserer Stadt erleben dürfen?