Mössingen hilft! – Nummer 55

Erfreuliche Nachrichten

Für einige afghanische Familien und eine syrische Familie begann das neue Jahr in Mössingen sehr erfreulich. Zwei der Familien erhielten kurz vor Jahreswechsel den Bescheid des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) über ihre volle Anerkennung als Geflüchtete mit 3-jährigem Bleiberecht. Dazu konnten eine afghanische und eine syrische Familie in Anschlussunterkünfte umziehen.

Hilfe wirkt und macht Mut

Erstmals legten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Mössingen mit Erfolg externe Sprachprüfungen in Tübingen ab, nachdem sie an dem dafür vom Müze eingerichteten Vorbereitungskurs im Alten Rathaus teilgenommen hatten. Nicht nur die Betroffenen selber sind erfreut und erleichtert über diese positiven Ereignisse und Ergebnisse, auch die vielen Aktiven des FK Asyl, die als Betreuerinnen, Betreuer oder Sprachlehrende daran beteiligt waren. Diese konkreten Beispiele aus dem Alltag zeigen, dass sich der Einsatz der Freiwilligen lohnt und die Mühe der Geflüchteten neue Perspektiven eröffnet und Motivation schafft. Auch für andere Geflüchtete wirken die Erfolge als Ansporn.

lust mitzuarbeiten?

Es werden weiterhin freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht. Über den Umfang des Engagements bestimmt jede/r selber.

Mössingen hilft! – Nummer 54

Ängste und Hoffnungen im alten Jahr

Der umfangreiche Artikel im „Steinlach-Boten“ über den Alltag in der Gemeinschaftsunterkunft „Mehlgebäude“ vom Dienstag zeigt, dass viele anfänglichen Ängste und Befürchtungen der Einheimischen sich durch alltägliche Begegnungen in ein gedeihliches und friedfertiges Miteinander verwandelt haben. Dies ist zu großen Teilen den unmittelbar für die Unterkunft Verantwortlichen und ihrer Arbeit zu verdanken. Beigetragen zu dieser Entwicklung haben gewiss auch die zahlreichen Bewohner selbst und die vielen ehrenamtlich Aktiven des FK Asyl. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit und für die Geflüchteten – nicht nur im Mehlgebäude. Auch die unmittelbaren Nachbarn haben ein entspanntes – ja freundliches – Verhältnis zu den neu in Mössingen unterge-brachten Menschen entwickelt.

Ängste und Hoffnungen im neuen Jahr

Neben diesen sehr erfreulichen Aspekten darf aber nicht übersehen werden, dass viele Geflüchtete mit großer Sorge in die nahe Zukunft blicken. Werden sie ein Bleiberecht erhalten? Werden sich ihre Bemühungen, sich in unseren Alltag durch Schulbesuch, Spracherwerb und auch Arbeitsaufnahme einzuleben, langfristig gelohnt haben? Wird es für diejenigen mit Bleiberecht eine Anschlussunterkunft bei uns geben? Werden sie weiterhin den Schutz und den Frieden in unserer Stadt erleben dürfen?