Mössingen hilft! – Nummer 31

Mössingen hilft ganz konkret. So wurde nach der Anzeige des FK Asyl im Amtsblatt um Spenden von TV-Geräten für die neue Unterkunft im Mehlgebäude gebeten. Diese wurden inzwischen auch in ausreichender Zahl von den freiwilligen Aktiven zumeist direkt bei den Spendern abgeholt und zwischengelagert. Es ist natürlich mit der Weitergabe von Sachspenden nicht getan. Der FK Asyl musste klären, ob die TV-Geräte auch in den Zimmern der Unterkunft angeschlossen werden können. Vor allem aber mussten die Anträge auf Gebührenbefreiung mit Hilfe eines Übersetzers und mit Unterstützung durch den FK Asyl ausgefüllt werden, inklusive einer Menge anderem „Papierkram.“
Das hat einige Zeit und etliche Wege in Anspruch genommen. Nun müssen die Anträge vom Landratsamt, das die Gebühren (GEZ) übernimmt, genehmigt und bestätigt werden. Erst dann können die TV-Geräte ausgegeben werden. Es wird dabei darauf geachtet, dass alle Interessenten ein Gerät erhalten, damit keine unnötigen Konflikte innerhalb der Unterkunft entstehen.

Dieses Beispiel soll zeigen, dass eine scheinbar kleine Aktion recht weitreichende und zeitintensive Folgen haben kann. Selbstverständlich freuen sich die Empfänger der Spenden, und auch der FK Asyl über die weiterhin bestehende große Hilfsbereitschaft in Mössingen.

Singen im Projektchor

Die Chorgemeinschaft Mössingen bietet jungen Menschen zwischen 10 und 17 Jahren an, beim extra dafür eingerichteten Projektchor für eine Aufführung am 8.Mai („African Melodies“) zugunsten einer Musikschule in Kampala/Uganda mitzusingen.
Es handelt sich um eher rhythmische, einfach zu singende Lieder, die schnell zu lernen sind, auch ohne Sprachkenntnisse.
Die Proben finden jeweils am Freitag von 17.45 h – 18.45 h in der Langgass-Schule statt.

Mössingen hilft! – Nummer 29

Zunächst kann der FK Asyl über eine erfreuliche Aktion berichten. Am Dienstag letzter Woche wurde dem FK Asyl vor dem Mütter- und Familienzentrum symbolisch ein Scheck in Höhe von 1200,- Euro von Sonja Hellmuth und Melanie Balog überreicht. Bei der Spende handelt es sich um das Ergebnis der Zumba-Veranstaltung zugunsten des FK Asyl Mössingen am 6. März in Rangendingen. Die beiden jungen Frauen  hatten diese Benefiz-Veranstaltung unter starkem persönlichem Einsatz auf die Beine gestellt. Dafür sei ihnen an dieser Stelle ausdrücklich gedankt.

Inzwischen ist das Mehlgebäude vollständig mit 130 Flüchtlingen belegt. Es handelt sich bei ihnen überwiegend um Familien aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und dem Iran sowie einigen alleinstehenden, meist jüngeren, Männern. Für die schulpflichtigen Kinder läuft die Anmeldung in den für sie zuständigen Schulen. Im Laufe dieses Monats werden alle betroffenen Kinder und Jugendlichen eine Schule besuchen. Das ist ein ganz wichtiger Schritt auf dem langen Weg in unsere Gesellschaft. Für die Kindergartenkinder gibt es im Augenblick noch keine genügende Anzahl von Plätzen. Die Stadt Mössingen wird aber im Laufe der nächsten Monate dafür sorgen.

Parallel zu den stattfindenden Deutsch-Basis-Kursen im Alten Rathaus und seit Neuestem in der Evangelisch-Methodistischen Kirche werden die Kinder im Alter von einem bis drei Jahren und übergangsweise die noch nicht in den Kindergärten untergebrachten Kindergartenkinder durch ehrenamtliche Helferinnen gegen eine geringe Aufwandsentschädigung im Mütter- und Familienzentrum betreut. Hierzu suchen das Mütter- und Familienzentrum zusammen mit dem FK Asyl für Montag- bis Donnerstagvormittags, jeweils von 8.45 Uhr bis 11.15 Uhr, noch freiwillige Helfer/innen!

Auch die für Mössingen völlig neue Situation im und um das Mehlgebäude selbst stellt den FK Asyl vor starke Herausforderungen. Für die Betreuung der Familien, für Spiel- und Freizeitangebote und gemeinsame Unternehmungen sucht der FK Asyl weiterhin eben-falls neue Mitstreiter. Bereits eine Stunde Engagement für die Flüchtlinge ist eine erwünschte „Spende“!

Mössingen hilft! – Nummer 28

Die neuen Bewohner des Mehlgebäudes bei der Pausa bilden eine Art Mietergemeinschaft auf Zeit. Sie werden von der Sozialarbeiterin, dem Hausmeister und den Angestellten der Sicherheitsfirma in unterschiedlicher Weise betreut. Das liegt in der Verantwortung des Landkreises.

Für die Begleitung der Familien im Mössinger Alltag, die Begegnung mit Ein- heimischen, Aktivitäten mit Familien wie dem Spielplatzbesuch, die Begleitung zu Sportstätten mit jungen Männern, den Besuch kultureller Veranstaltungen und sogar religiöser Veranstaltungen wie Osterfestgottesdiensten, die Einweisung in die Stadtbücherei und vieles mehr sorgen die Aktiven des FK Asyl. Eine feste Einrichtung dabei sind die Präsenszeiten von Mitgliedern des FK Asyl im Mehlgebäude an jedem Freitag von 15.00 bis 17.00 Uhr, bei der Anliegen der Bewohner besprochen, Hilfen angeboten und Informationen weitergegeben werden können. Dazu konnten inzwischen auch mehrere Übersetzer aus Mössingen für die Sprachen Arabisch und Farsi/Persisch, die die Menschen sprechen und schreiben, zur Mitarbeit gewonnen werden.

Für die Betreuung von Familien bei ihrem meist schwierigen Weg durch Asylverfahren und in unsere Lebensweise sucht der FK Asyl aber noch weitere Helferinnen und Helfer. Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist nicht nur notwendig und wird von den Flüchtlingen gerne angenommen. Sie bietet oft auch viel Freude und interessante Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturkreisen und ihren persönlichen Schicksalen.

Mössingen hilft! Helfen auch Sie!

Mössingen hilft! – Nummer 27

Nach der fast vollständigen Belegung des „Mehlgebäudes“ mit Flüchtlingen aus Afghanistan, Syrien und dem Iran hat für die Bewohner und die Nachbarn das Alltagsleben begonnen. Die hier und da zuvor geäußerten Ängste und Befürchtungen aus der einheimischen Bevölkerung haben sich als weitgehend unbegründet herausgestellt. Je näher man sich gegenseitig gekommen ist, desto geringer sind die Berührungsängste geworden. Für die Sicherheit in und um die neue Unterkunft sorgen deutlich sichtbar die Leute von der Sicherheitsfirma. Für das geordnete und friedliche Miteinander in der Unterkunft sorgen die Sozialarbeiterin und der Hausmeister dank der tatkräftigen Unterstützung durch den FK Asyl.

Die ehrenamtlichen Helfer/innen sind für die Familien und Singles in der Unterkunft beinahe ständig präsent. Seit dem ersten Tag können viele der Neubürger/innen die Deutschkurse im Alten Rathaus besuchen. Dabei werden die Kleinkinder und Vorschulkinder von ehrenamtlichen Aktiven und der Praktikantin des Mütter- und Familienzentrums an den Vormittagen betreut, weil noch nicht alle in Kindergärten aufgenommen worden sind. Die schulpflichtigen Kinder sind bereits angemeldet und werden in Kürze ihren Schulbesuch starten.

Die gemeinsam genutzten Räume im „Mehlgebäude“ wurden vom FK Asyl mit gespendeten Möbeln und Sportgeräten ausgestattet. An alle Flüchtlinge – ob groß oder klein – konnte die Fahrradwerkstatt des FK Asyl Räder ausgeben, die auf Vorrat hergerichtet wurden.

Eine Versammlung der Heimbewohner fand statt, auf der wichtige Regeln vermittelt und die Bildung eines Heimrates durch die Flüchtlinge angeregt wurde.

Wie gut bereits kurz nach der Ankunft in Mössingen das Zusammenleben zwischen neuen und alten Bewohnern klappt, konnte am vergangenen Samstag bei der „Stadtputzete“ eindrucksvoll erlebt werden. So kann bei uns Integration gelingen!

(Michael Mautner)

1200 Euro für uns – vielen Dank!

Ganz ganz herzlichen Dank an das ZUMBA-Team aus Rangendingen!

Die Rhythmen waren einladend heftig. Die erstaunliche Menge an meist jungen sport- und tanzbegeisterten Teenies und wenigen Erwachsenen waren von Anbeginn positiv auf das Event eingestellt. So begann ein froehlich-aktiver Nachmittag in der Sporthalle in Ragendingen.
Die Trainer gaben vor, was die Masse nachmachen sollte, also Bewegung, Tanz, Ausdruck.

Auch die jungen Menschen aus Moessingen machten dabei mit und genossen es, niemand musste sich wegen mangelnder Fitness oder unpassendem Outfit Gedanken machen. Es ging locker und sportlich mehrere Stunden bei abwechslungsreicher Musik weiter.

Der FK Asyl bedankt sich ganz herzlich dafür, dass er eine so erhebliche Spende in Empfang nehmen darf!

Radioprojekt für Geflüchtete

Das Freie Radio Wüste Welle startet demnächst ein Radioprojekt für Geflüchtete: NewcomerNEWS. In mehreren Workshops möchten wir journalistische Grundlagen, technische Fähigkeiten und Einblicke in die hiesige Medienwelt vermitteln.

Nach der Ausbildung steht den Teilnehmenden die Mitarbeit in der Redaktion NewcomerNEWS offen. Geflüchtete können zusammen mit Menschen mit und ohne Zuwanderungsbiographie gemeinsam Sendungen gestalten, sie erhalten eine Stimme im Radio. Außerdem können die Teilnehmenden auch beim Kooperationsprojekt des Landratsamtes, TüNews International, mitarbeiten und Erfahrungen im Printbereich sammeln.

Die Bandbreite möglicher Themen ist groß, von der Situation in den Unterkünften über gesellschaftliche Entwicklungen bis hin zu aktuellen Ereignissen in der Gegend. Die Sendungen dürfen ausdrücklich mehrsprachig sein und wir freuen uns auf vielfältige politische, kulturelle und musikalische Beiträge für ein besseres Miteinander, Verständnis und Kommunikation auf Augenhöhe.

Wir kommen gerne persönlich in den Unterkünften vorbei und stellen das Projekt allen Interessierten vor. Vielleicht habt Ihr auch schon jemanden im Auge, der/die in Frage kommen würde oder Ihr macht selber mit an diesem Medienprojekt. Leute aus den Unterstützer_innengruppen sind nämlich ebenfalls willkommen.

Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos.

Der erste Workshop ist am Pfingstwochenende von Fr, 13.5. – So, 15.5.
Fr 13.5.: 17-21 Uhr
Sa 14.5.: 10-17 Uhr
So 15.5.: 10-17 Uhr

Weitere Workshops werden folgen, die Termine geben wir möglichst bald bekannt.

Herzliche Grüße aus dem Funkhaus
Matzel Xander & Chris Wohlwill

Internet: http://www.wueste-welle.de/