Narren im Café International

Heute Nachmittag bekommt das Café International außergewöhnlichen Besuch: die Fastnachtsnarren aus Mössingen werden vorbeikommen!

Das Café International findet jeden zweiten Mittwoch von 16 – 18:30 Uhr im katholischen Gemeindehaus statt, jeder Mössinger und jede Mössingerin ist herzlich eingeladen.

Weitere Veranstaltungen und Termine finden Sie in unserem Kalender.

Terminverwirrungen

Liebe Mitleserinnen und Mitleser, und alle, die sich auf die Angaben in unserem Kalender verlassen möchten: ich bitte vielmals um Entschuldigung für die Verwirrung die ich angerichtet habe, weil beim Eintragen der kommenden Termine die Uhrzeiten verkehrt waren, vor allem bei den Anfangszeiten für das Café International.

Es ist alles soweit korrigiert und ich werde in Zukunft alles doppelt und dreifach nachprüfen, damit die Termine wieder so verlässlich sind wie sie sein sollten.

(Pia Ziefle)

 

Mössingen hilft! – Nummer 17

Besonders erfreulich ist die stetig wachsende Zahl von Kooperationen für den FK Asyl und damit für die in Mössingen lebenden Flüchtlinge. Das jüngste Beispiel bietet das „Internationale Frauenfrühstück“ im Jugendhaus „M“.

Es hat dieses Angebot schon seit längerer Zeit gegeben, neu ist aber das direkte Angebot an die Flüchtlingsfrauen.

Mit demTeam des Jugendhauses „M“ haben die Aktiven der Fahrradwerkstatt schon seit einiger Zeit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Daraufhin kam kurz vor Weihnachten das Angebot nach einem ersten „Internationalen Frauenfrühstück“ von Iris Ortinau und Daniel Stumfol an den FK Asyl.

Die Resonanz auf das erste Frauenfrühstück war enorm, die Atmosphäre hervorragend, das Essen und die Getränke vorzüglich und sehr geschmackvoll angerichtet. Die Gastgeber vom Jugendhaus „M“ hatten eine regelrechte „Wohlfühloase“ geschaffen.

Die erste Begegnung untereinander entwickelte sich äußerst herzlich. Nun wird dieses Angebot am Freitag zum zweiten Mal stattfinden. Die weiteren Termine liegen auch schon fest. Dabei funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den ehrenamtlichen Aktiven des FK Asyl und dem Team vom Jugendhaus „M“ reibungslos. Wir freuen uns über dieses gelungene Angebot für und im Interesse der Flüchtlingsfrauen und danken allen Beteiligten dafür.

Weitere Termine jeweils Freitag: 5.2./19.2./4.3./18.3.

(Michael Mautner)

7000 in Stuttgart – wir auch

Organisatorinnen und Organisatoren von 81 verschiedenen Institutionen und Bündnissen hatten für vergangenen Samstag zu einer Kundgebung unter dem Motto „Halt ! zusammen“ in Stuttgart eingeladen – 7000 Menschen waren gekommen, darunter auch ein Teil des Freundeskreises Asyl aus Mössingen.

Unter dem hashtag #haltzusammen (ein Hashtag ist ein Stichwort, unter dem automatisch alle Meldungen zu einem Thema zusammengestellt werden können) wurde getwittert, und die Landesschau hat einen Videobeitrag auf ihre Internetseite gestellt, der auch bundesweit in der Tagesschau ausgestrahlt wurde.

Wir sagen: Flagge zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, gegen Gewalt und Hass und für ein gutes, respektvolles und friedliches Miteinander.

 

 

Weihnachtsfeier

Ja, es ist schon Januar und wahrscheinlich hat jede und jeder von uns im Schnitt viermal Weihnachten gefeiert, aber vom Café International am 23.12. möchte ich doch kurz berichten, wenigstens in Bildern.

Mit Zahlen bin ich nicht so stark, aber das katholische Gemeindehaus in Mössingen war zur Kaffeezeit bis auf den letzten Platz besetzt, das extra im Nebenraum eingerichtete Kinderprogramm die ganze Zeit über sehr gut besucht.

kinderprogramm

Es ließ sich im Nachhinein nicht mehr klären, wie viele Kekse und Kuchen aus Knete entstanden sind, und wieviele Liter Waffelteig diese beiden Damen verbacken haben,

Waffelbäckerinnen

aber die Kinder, die ich gesehen habe, haben alle über beide Ohren gestrahlt, was nicht nur (aber wahrscheinlich auch) an diesem Geschenketisch lag. Findige Grundschulkinder hatten alsbald entdeckt, dass jedes Päckchen mit einem Namen versehen war und so schlichen sie bis zur Bescherung in enger werdenden Kreisen um den Tisch herum und begutachteten den stetig anwachsenden Geschenkeberg.

geschenke

Keine Feier ohne Reden, aber auch der Bürgermeister war nicht ohne Paket angereist: er spendierte dem Kinderraum eine große Kiste Lego. Übersetzt wurde alles auf Arabisch, Dank an alle, die sich dafür (teils mit erheblichem Lampenfieber) zur Verfügung gestellt haben!

reden

Ein ganz herzliches Dankeschön außerdem an die katholische Kirchengemeinde, die das Café International alle zwei Wochen möglich macht, und jedes noch so kleine Schild im Haus mit arabischen Hinweiszetteln versehen hat, Dank an den Fahrdienst, der die Familien abgeholt hat in den Unterkünften, und Dank an die Kuchenspenderinnen und alle Hände, die notwendig sind, damit ein solcher Nachmittag überhaupt möglich wird. Wenn ich jemanden vergessen habe, so gilt der Dank hoffentlich dennoch!

Ein gutes neues Jahr 2016, das uns bereits ein neugeborenes Baby geschenkt hat und mindestens zwei neue Familien mit mehreren Kindern, sie alle sind herzlich eingeladen, am Mittwochnachmittag – und Sie übrigens auch.

(Pia Ziefle)

 

Gegen Rassismus und Gewalt

Die vier Bischöfe der großen Kirchen in Baden-Württemberg rufen die Menschen zur Beteiligung an der Kundgebung am 16. Januar 2016 in Stuttgart auf.

„Wir sind die Vielen, die zusammenhalten gegen Rassismus und Gewalt in unserem Land“ – unter diesem Leitwort werben auch die evangelischen Landesbischöfe Frank Otfried July (Württemberg) und Jochen Cornelius-Bundschuh (Baden) sowie Bischof Gebhard Fürst (Rottenburg) und Erzbischof Stephan Burger (Freiburg) für die Kundgebung in der Landeshauptstadt.

In einer dazu am Montag (11.1.) verbreiteten Erklärung der christlichen Kirchen verweist der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July auf die vielen Fluchtgeschichten in der Bibel: „Wir lernen daraus: Wenn Menschen fliehen, um ihr Leben zu retten, wenn sie beschimpft und bedroht werden, wenn Flüchtlingsunterkünfte brennen, dann gibt es für Christen nur einen Platz: den an der Seite der bedrohten Menschen und derer, die ihnen beistehen. Deshalb ist die evangelische Kirche am 16. Januar dabei – und ich lade alle ein: Kommt nach Stuttgart!“

Der Erzbischof der Erzdiözese Freiburg, Stephan Burger, betont: „Wir werben für Nächstenliebe und Solidarität mit allen Menschen in Not, die bei uns Zuflucht suchen. Wir wissen, dass unserer Gesellschaft Bewährungsproben bevorstehen. Gerade deshalb müssen wir zusammenhalten und engagiert bleiben: für eine gerechtere Welt, in der alle Menschen das Nötigste zum Leben haben und vor Krieg und Gewalt geschützt sind. Wenn wir Flüchtlinge willkommen heißen, geben wir nicht unsere christliche Kultur auf, sondern wir füllen sie mit Leben!“

Respektvolle Aufnahme von Flüchtlingen ist Kern des Glaubens

Ein breites, landesweites Bündnis aus Gewerkschaften, den Arbeitgebern, den evangelischen und katholischen Kirchen, Parteien, Sportverbänden, Sozial- und Naturschutzorganisationen, politischen Stiftungen und der Zivilgesellschaft will dort ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt setzen. An die 70 Organisationen haben sich in dem Bündnis zusammengetan. Kern des Bündnisses sind der DGB Bezirk Baden-Württemberg, die Arbeitgeber Baden-Württemberg, die evangelischen Landeskirchen, die beiden katholischen Diözesen und der Landesfrauenrat. Der badische Landesbischof Professor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh erklärt: „Die respektvolle und freundliche Aufnahme von
Flüchtlingen ist ein Kern des christlichen Glaubens. Deshalb setzen wir uns für eine offene und tolerante Gesellschaft ein und wehren uns gegen jede Form von
Fremdenfeindlichkeit.“ Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst, bekräftigt: „Wir stehen als Kirche für eine fremdenfreundliche Gesellschaft, in der Fremdenfeindlichkeit keinen Platz hat. In der gegenwärtigen Situation, in der Deutschland kulturell und religiös vielfältiger wird, kann Religion zur Kraft der Versöhnung zwischen unterschiedlichen Kulturen werden.“

Hinter verschlossenen Türen können wir nichts ausrichten

Auch in Baden-Württemberg engagieren sich die Kirchen bereits seit Jahren für die Hilfe und Integration von Flüchtlingen. Viele Hilfsprojekte laufen in guter ökumenischer Kooperation. Deshalb rufen die Kirchen nun auch zusammen zur Kundgebung auf, damit möglichst Viele zusammenhalten gegen Rassismus und Gewalt: „Denn hinter verschlossenen Türen und in aller Stille können wir nichts ausrichten.“ In dem Aufruf des Bündnisses heißt es wörtlich: „Wir sind die Sehnsüchtigen. Uns eint ungeachtet unserer Lebensgeschichte die Sehnsucht nach Frieden, Sicherheit und Gemeinschaft.“ Die Herausforderungen unserer Zeit und der Zukunft könnten und müssten gemeinsam gelöst werden: „In dieser Zukunft leben wir an einem Ort, an dem Menschlichkeit und Gleichheit
keine Grenzen kennen.“
Die Kundgebung ist am Samstag, 16. Januar 2016, von 11.00 bis 13.00 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart.

Notizen im Januar

Unsere neue Seite füllt und füllt sich, und wir experimentieren mit den Formaten, mit denen wir Sie gut und übersichtlich informieren können über unsere Arbeit.
Für manches bietet sich ein Text besser an, für anderes ein Bild, manches erfordert eigene Artikel, anderes geht vielleicht kürzer. So versuchen wir es in diesem Jahr mit den Notizen, erste Ausgabe:

  • Noch vor der Jahreswende kam ein weiteres Baby aus einer
    syrischen Familie, die bei uns wohnt, in Tübingen zur Welt. Mutter
    und Kind geht es gut.
  • In Talheim sind noch vor Weihnachten die ersten Flüchtlingsfamilien
    aus Syrien untergebracht worden. Sie werden bereits von Aktiven des
    FK Asyl betreut.
  • Es sind weitere Geldspenden von Privatpersonen beim FK Asyl eingegangen.
    Wir bedanken uns herzlich!
  • Ein Pool ortsansässiger Übersetzer entsteht zur Zeit.
  • Immer mehr Flüchtlinge, die schon länger hier leben und sich mit dem
    Leben in Mössingen und mit den Ämtern ganz gut auskennen, beteiligen sich
    an der Flüchtlingsarbeit unter dem Motto: „Flüchtlinge helfen Flüchtlingen!“
  • Wir können immer noch Fahrräder gebrauchen.

Familienpass 2016

Liebe Aktive,
die Familienbegleiter/innen bitten wir, dass die Flüchtlingsfamilien mit Kindern ihre Familienpässe Ba-Wü auf dem Rathaus gleich bei den netten Damen der Rezeption erneuern / neu ausstellen lassen.
Wer schon einen solchen besitzt, weiß normalerweise, wie das geht, am besten am Dienstag vor/nach der „Tafel“!
Man muss das Dokument mitbringen, die Daten u.U. anpassen (neue Wohnung z.B., zusätzliches Kind), amtliches Dokument (Flüchtlingsausweise + Kreisbonuskarte) mitbringen und bekommt dann ein neues Gutscheinblatt.
Darauf ist vermerkt, bei welchen Museen, Schlössern, Parks, etc. es welche Ermäßigungen beim Eintritt gibt.
Das ist uns deshalb wichtig, weil wir danach die gemeinsamen Ausflüge planen!
Das Papier erhalten Flüchtlingsfamilien schon mit einem Kind!
Einen guten Start ins neue Jahr wünscht
Michael Mautner

Rundreise um Mössingen

„Sehen, Wissen, Auskennen“ – so könnte man die Idee beschreiben, die der Freundeskreis Asyl vor Kurzem hatte, und die Johannes Kepplinger am 29.12.15 und 30.12.15 kurzerhand in die Tat umgesetzt hat.
Er hat nämlich den Kleinbus der katholischen Kirchengemeinde ausgeliehen und mit Familien, die neu bei uns leben, einfach eine Rundfahrt in und um Mössingen gemacht.
Höhepunkt war am Dienstag der Gang über die Olgahöhe,
und am Mittwoch der Besuch bei den beiden Bioland-Bauern-
höfen in Talheim.
Mohamad Haj Mustafa war am Mittwoch der orts- und sachkundige, Arabisch sprechende Reiseführer – vielen Dank dafür!