Mössingen hilft! – Nummer 14

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende entgegen. Für alle Mössingerinnen und Mössinger, und auch für die aktiven Freiwilligen vom „Freundeskreis Asyl“ war es ein Jahr mit großen und tief reichenden Veränderungen.

Die rasant ansteigende Zahl von Flüchtlingen ist spätestens seit dem Sommer das Thema in unserer Gesellschaft. Seit der klaren, humanitären Entscheidung von Bundeskanzlerin Merkel, eine absehbare, menschliche Katastrophe in der EU abzuwenden und den vielen Flüchtlingen die Einreise in unser Land zu ermöglichen, bemühen sich staatliche Behörden und Tausende von Freiwilligen, den Flüchtlingen die notwendige Hilfe zu bieten. Bislang ist das im Großen und Ganzen dank der Hilfsbereitschaft und dem Verständnis für die existenziellen Nöte der Flüchtenden in unserer Bevölkerung auch ohne größere Probleme oder Konflikte auch gelungen.

In Mössingen ist diese „Willkommenskultur“ wie im gesamten Landkreis Tübingen gelebte Realität geworden. Dazu hat der enorme Einsatz der vielen Freiwilligen und die materielle und ideelle Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger gerade hier im Steinlachtal einen ganz entscheidenden Beitrag geleistet. So entstand neben den bereits laufenden Deutschkursen im „Alten Rathaus“ sowie der individuellen Betreuung durch einige Aktive ein Netzwerk von Hilfen und Angeboten, das sich ständig erweitert. Es konnte mit Hilfe der Stadtverwaltung und des Jugendhauses „M“ eine Fahrradwerkstatt eingerichtet werden.

Das „Café International“als Begegnungsstätte ist auf Anhieb eingeschlagen und ein ganz wertvoller Ort der Begegnung geworden.

Eine sehr ansprechende und interessante Webseite wurde von Pia Ziefle, Manuel Wolf und Dagmar von Tils ins Leben gerufen (www.asylkreis.moessingen.org).

Dazu haben sich viele neue Freiwillige für ein Engagement im Interesse der Flüchtlinge entschieden. Die Kirchengemeinden, die Schulen in Mössingen, die Spvgg. und der Skatclub „Frohe Runde“ haben die Flüchtlingsarbeit in diesem Jahr durch tolle Angebote und großzügige Spenden unterstützt.

All dies lässt uns auch positiv in die nahe Zukunft blicken, wenn eine größere Zahl neuer Flüchtlinge im kommenden Jahr zu uns kommen wird.

Dafür werden wir noch mehr ehrenamtliche Helferinnen und Helfer brauchen.

Auch ein zeitlich begrenztes Engagement ist uns willkommen. Es gibt ein bereits gut funktionierendes Netzwerk von Hilfen, in das sich jeder ohne größeren Aufwand einbringen kann.

Der „Freundeskreis Asyl“ wünscht allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest und Zuversicht für das kommende Jahr.

(Michael Mautner)