Mössingen hilft! – Nummer 9

Der überwältigende Erfolg der ersten Begegnung zwischen Einheimischen und Flüchtlingen im „Cafè International“ im katholischen Gemeindehaus vor zwei Wochen hat viele Mütter und Väter.

Es ist ein Beispiel für die gelingende Kooperation verschiedener Partner zum Wohle der Flüchtlinge und damit der Stadt Mössingen. Die aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Kirchengemeinden, Aktive des Freundeskreises Asyl, Vertreter der islamischen Gemeinde sowie zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer sind an diesem erfolgreichen Projekt beteiligt.

Die Resonanz auf die Veranstaltung war und ist enorm: Etwa 40 Helferinnen und Helfer haben sich in Listen eingetragen, um bei der Veranstaltung in Zukunft zu helfen. Das macht Mut und zeigt, dass in Mössingen nach wie vor eine große Bereitschaft besteht, Flüchtlinge auf ihrem Weg in unsere Gesellschaft aktiv zu unterstützen.

Diese Bereitschaft wird weiterhin nötig sein, denn mit der Verdoppelung der Zahl der Flüchtlinge, die unsere Stadt schon bald aufnehmen wird, steigt auch der Bedarf an Alltagsbegleiterinnen und Begleitern. Diese wichtigste Form der Hilfe und Unterstützung setzt ganz konkret an den alltäglichen Problemen an, die alle Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in dem für sie sehr fremden Land haben: Begleitung bei Ämtern; Termine mit Ärzten vereinbaren und evtl. einen Dolmetscher organisieren; Kiga- und Schulbesuch begleiten oder erklären; Konto einrichten und führen helfen; bei der Freizeitgestaltung beratend helfen.

Das sind nur einige wenige Beispiele für die Tätigkeit bei der Alltagsbegleitung. Es bedarf dabei nicht der Fremdsprachenkenntnis. Aus unserer Erfahrung reicht Verständnis, Geduld und die Mithilfe anderer Flüchtlinge in den Gemeinschaftsunterkünften meist aus. Wo es kompliziert wird, stehen die erfahreneren Aktiven des Freundeskreises als Ratgeber bereit.

Liebe Mössingerinnen und Mössinger, verstehen Sie den Beitrag als Aufruf zum eigenen Engagement! Zeit und Umfang des Engagements bestimmt selbstverständlich jede und jeder selber.

Und noch eine Bitte, Sie ahnen es: Wir benötigen weiterhin Fahrräder aller Art.

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