Netzwerken groß geschrieben

Ferienprogramm Wirlewitz

Unter dem Dach des Mütter- und Familienzentrums e.V. / Mehrgenerationenhaus wurde auch in diesem Sommer von Susanne Geißler und ihrem Team das Ferienprogramm „Wirlewitz“ auf der Olgahöhe durchgeführt. In den beiden Wirlewitzwochen im August wurden den Kindern abwechslungsreiche Tage, gestaltet von vielen freiwilligen Helfern, geboten.

Fahrdienst für Kinder nötig

Unter den teilnehmenden Kindern waren, das vierte Jahr in Folge, 24 Mädchen und Jungen aus Mössinger Flüchtlingsfamilien.Wie die Jahre zuvor stellte sich allerdings die Frage, wie die Kinder, die  aus unterschiedlichen Mössinger Ortsteilen kommen, auf die Olgahöhe gelangen. Die meisten Familien besitzen kein Auto. Zum Laufen wäre es zu weit. Auch sind die Kontakte zu Menschen aus Mössingen noch nicht so intensiv, dass sich eine Mitfahrgelegenheit ergeben hätte. So ging der Sprecherrat des Freundeskreis Asyl an die Fahrtorganisation, um den Kindern die Teilnahme zu ermöglichen. Bei 24 Kindern, die um 9.00 Uhr oben auf der Olgahöhe sein sollten und am Spätnachmittag wieder nach Hause gebracht werden sollten, nicht so einfach. Und es stellte sich die Frage, wo kommen ausreichend große Fahrzeuge her, um alle möglichst pünktlich hoch und wieder runter fahren zu können?

Prompte Unterstützung

Mehrere Mails und Telefonate später zeigte sich einmal mehr, wie gut das Netzwerken in Mössingen funktioniert. Die Bürgerstiftung Mössingen, die katholische Kirchengemeinde und das Jugendforum Oberes Steinlachtal stellten unkompliziert ihre Busse zur Verfügung. Die Bürgerstiftung und die katholische Kirchengemeinde sogar mit Fahrern. Der dritte Bus wurde von einem Papa der Flüchtlingskinder gefahren. Ein großes Dankeschön denen, die ihre Zeit zur Verfügung gestellt haben und eine Woche lang zuverlässig die Kinder hin und her gefahren haben. Strahlende Kinderaugen waren die Belohnung.

Mössingen hilft! – Nummer 83

Gelungenes Grillfest zu Ferienbeginn

Am letzten Mittwoch, zum Beginn der Sommerferien und dem Ende der in Mössingen angebotenen Sprachkurse im Alten Rathaus hatten die zahlreichen Helferinnen und Helfer der katholischen Kirchengemeinde und Aktive des FK Asyl und zu einem Grillfest eingeladen. Bei herrlichem Sommerwetter fanden viele Flüchtlinge den Weg zum Fest und trugen durch mitgebrachte Beilagen und Salate zum Gelingen des Nachmittags bei. Die Gastgeber hatten Grillwürste und Hähnchen sowie alkoholfreie Getränke spendiert. Alle Speisen und Getränke fanden lebhaften Zuspruch.

Reger Austausch

An Biertischen und Bänken im Freien oder im Saal kam es zum regen Austausch miteinander und untereinander. Für die Kinder gab es ein besonderes Spiel- und Malangebot. Die Anwesenden nutzten die Gelegenheit auch, um Probleme und Anliegen zu erörtern. Manche hatten sich auch schon seit längerer Zeit nicht mehr getroffen und freuten sich auf das Wiedersehen. Etliche der schon seit längerer Zeit in Mössingen wohnenden Flüchtlinge berichteten stolz über ihre Fortschritte beim Spracherwerb dem Berufseinstieg oder der Berufsausbildung. Das ist für die einheimischen Helferinnen und Helfer eine wichtige und ermutigende Rückmeldung dafür, dass das oft jahrelange Engagement für die Flüchtlinge Erfolg haben kann. Am frühen Abend endete das Grillfest in fröhlicher und entspannter Atmosphäre.

Café International grillt

Am letzten SchultagMittwoch 25. Juli, findet als „Café International“ ein Grillfest für alle statt! Eingeladen sind alle Mössinger und alle Flüchtlinge, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Gastgeber/Veranstalter stellen Rinderwürste und Hähnchen sowie alkoholfreie Getränke. Alle Gäste sind aufgefordert, Salate, Nachtisch etc. mitzubringen.

Bitte kommt zahlreich zu dem Fest und werbt bei den Geflüchteten. Auch die zahlreichen jungen Männer ohne Familie dürfen gerne zu dem Fest kommen.

Ebenfalls sind die Teilnehmer*innen unserer Deutschkurse alle zu dem Fest eingeladen, auch wenn sie in Ofterdingen, Bodelshausen, etc. wohnen.

Hier geht’s zum Termin im Kalender: Link

Mössingen hilft! – Nummer 82

Landratsamt entfernt Banner

Anlässlich des Abhängens eines Banners an der Gemeinschaftsunterkunft „Mehlgebäude“ durch das Landratsamt, auf dem weder für ein Produkt, noch für eine politische Partei geworben wurde, sondern auf dem ein Abschiebestopp für afghanische Flüchtlinge gefordert wurde, sei auf folgendes hingewiesen:

Herkunft macht beim Freundeskreis Asyl keinen Unterschied

Die in der Flüchtlingsarbeit in Mössingen engagierten Menschen machen bei der Betreuung keinen Unterschied nach der Herkunft der hier untergebrachten Männer, Frauen und Kinder. Das betrifft sowohl die vom Mütterzentrum getragenen Sprachkurse einschließlich der Kleinkinderbetreuung, als auch die Beratung und Begleitung bei Alltagsproblemen und die Unterstützung während der Asylverfahren durch Andreas Linder von „move.on“ aus Tübingen und Martin Fink von „Fluchtpunkte“ aus Tübingen.

Viele betroffene sind engagiert

In Mössingen gibt es zahlreiche afghanische Flüchtlinge. Es handelt sich um Familien und Einzelpersonen, von denen viele von Aktiven des FK Asyl betreut werden. Durch deren Engagament haben etliche junge Menschen einen Ausbildungsplatz und andere einen Arbeitsplatz gefunden. Sie haben also bereits wesentliche Anstrengungen zur Teilhabe an unserer Gesellschaft geleistet, ganz abgesehen vom schwierigen Erlernen der deutschen Sprache. Durch politische Entscheidungen auf Bundesebene werden diese Menschen, die aus einem Land mit 40-jährigen kriegerischen, gewaltsamen Auseinandersetzungen stammen und keinesfalls aus einem „sicheren Herkunftsland“, als Flüchtlinge zweiter Klasse behandelt, die erst nach langen und aufwendigen Verfahren ein Bleiberecht erlangen können. Die jüngsten Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Sigmaringen zeigen dies deutlich.

Freundeskreis Asyl spricht sich gegen Ungleichbehandlung aus

Gegen diese Ungleichbehandlung haben sich viele der im FK Asyl tätigen Helferinnen und Helfer immer wieder öffentlich oder durch Schreiben an die politisch Verantwortlichen gewandt. Dass es sowohl ein Bleiberecht für afghanische Flüchtlinge geben muss und dieses Bleiberecht auch öffentlich von den Betroffenen gefordert werden kann, sollte auch von den politisch Verantwortlichen und den nachgeordneten Ämtern und Behörden akzeptiert werden. Es würde den Gerichten viel Arbeit ersparen und den Unternehmen, die Flüchtlinge ausbilden und beschäftigen, Rechtssicherheit verschaffen.

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 81

Stadt Mössingen macht Ernst bei der Integration

Die Herausforderungen durch die erhebliche Zuwanderung nach Mössingen sind vielfältig. Neben den ca. 350 Flüchtlingen kommt noch eine größere Zahl von Menschen aus EU-Staaten und anderen Ländern in unsere Stadt. Daher war es notwendig und richtig, dass der FK Asyl Gemeinderäte und den Oberbürgermeister schon früh auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht hat, die Stelle eines Migrationsbeauftragten zu schaffen.

Integrationsbeauftragter stellt Bericht vor

Boris Kühn trug am Montag im Rathaus seinen umfangreichen Bericht über die Arbeit der letzten 24 Monate vor. Das kann in dem Zeitungsartikel vom Mittwoch im „Steinlach-Boten“ nachgelesen werden. Neben dem Problem des ausreichenden und bezahlbaren Wohnraumes für alle Neubürger*innen wird die Einrichtung zusätzlicher Betreuungsplätze für Vorschulkinder und die besondere Förderung von Kindern aus Migrationsfamilien in den Schulen eine besonders wichtige Rolle spielen. Dazu sollten muttersprachliche, in den Herkunftsländern pädagogisch erfahrene Kräfte mit eigenem Aufgabenprofil als wichtige Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter in den staatlichen Schulen und den städtischen Einrichtungen ein Beschäftigungsverhältnis erhalten.

Großer Anteil der Vereine

In anderen Staaten und anderen Städten ist das bereits der Fall. Für die Förderung einer nachhaltigen Teilhabe am Leben in unserer Stadt sind auch besondere Angebote bei der Jugendarbeit und durch Vereine nötig. Als positives Beispiel können die Sportvereine in Mössingen genannt werden. Sie sind offen für alle Neuankömmlinge, besonders für Kinder und Jugendliche. Der FK Asyl hofft, dass sich durch die Entwicklung eines „Integrationskonzepts“ durch die Stadt Mössingen das Zusammenleben von Ureinwohnern und Neubürgern kontinuierlich verbessern wird.

 

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 80

Gemeinsam feiern und Brücken bauen

Die Verlegung des „Café International“ in den Pfingstferien vom Mittwoch auf den Freitagabend war ein Wagnis. Die Gastgeber von der katholischen Kirchengemeinde hatten wie im vergangenen Jahr zu einem gemeinsamen „Fastenbrechen“ während des Ramadans nach Sonnenuntergang eingeladen. Es war nicht voraussehbar, wie viele Geflüchtete der Einladung folgen würden, da in den Ferien viele deutsche Betreuerinnen und Betreuer im Urlaub sind und auch keine Sprachkurse in Mössingen stattfinden. Daher wurde mit mehrsprachigen Handzetteln zu der Veranstaltung, die in den Unterkünften verteilt wurden, zu der Veranstaltung eingeladen. Umso erfreuter war das Team um Bärbel Kannwischer als Gastgeber und die Anwesenden des FK Asyl über den großen Zulauf. Die Tische waren zu einem U geformt aufgebaut, mit Blumen dekoriert und eingedeckt. Die Geflüchteten, die deutschen Helfer und die Gastgeber hatten eine große Auswahl leckerer Speisen im Angebot, die auf den Tischen und als Büfett angeboten wurden.

Vielfältige Speisen

Exakt nach Sonnenutergang und nachdem alle ca. 60 Personen ihren Platz gefunden hatten, wurde die gemeinsame, ausgedehnte Mahlzeit begonnen. Diejenigen, die tatsächlich tagsüber gefastet hatten, griffen beherzt und freudig zu. Auch die Kinder waren von dem vielfältigen Speisenangebot aus diversen regionalen Küchen, darunter auch eine sehr leckere Kuchenauswahl der katholischen Gastgeber, die vom Fronleichnamsfest noch übrig war, ausgesprochen antgetan. Auch die Unterhaltung miteinander kam trotz einiger Verständigungsprobleme nicht zu kurz. Es stellte sich eine wohltuende, anregende Atmosphäre trotz der zahlreichen Menschen ein. Für alle Helferinnen und Helfer, die zum Gelingen des Festmahls beigetragen hatten, war der freundliche Dank der Gäste, die später auch tatkräftig beim Aufräumen halfen, eine deutliche Anerkennung ihrer Mühe. Der FK Asyl ist froh, dass die gute Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde einmal mehr zu diesem erfolgreichen Abend geführt hat.

Mössingen hilft! – Nummer 79

elementare Bedeutung der Sprachkurse

Es ist unmittelbar einsichtig, dass Kenntnisse der deutschen Sprache für Zuwanderer von grundlegender Bedeutung sind. Erst die Fähigkeit, sich zunächst mit einfachen Mitteln in Alltagssituationen wie z.B. beim Einkauf, in Kindergarten und Schule, mit den Betreuerinnen und Betreuern und bei Arztbesuchen verständlich zu machen, ermöglicht Schritte zur Teilhabe am Leben bei uns. Das wird umso wichtiger, wenn ein langer oder dauerhafter Aufenthalt in Aussicht steht.

Nicht jede/r darf teilnehmen

Nicht alle der zu uns gekommenen Menschen haben aber einen diekten und unmittelbaren Zugang zu den öffentlich eingerichteten Alphabetisierungs- und Integrationskursen. Sei es, dass sie als „Personen mit geringer Bleibeperspektive“ eingestuft werden, was immer noch die zahlreichen afghanischen Geflüchteten während ihres Asylverfahrens trifft. Sei es, weil viele aus „sicheren Herkunftsländern“ stammen. Aber auch Personen, auf die diese Ausschlusskriterien nicht zutreffen, können oft nicht an den verlangten Integrationskursen teilnehmen. Das trifft vor allem auf Mütter mit Kleinkindern zu, die Kinderbetreuung und die Teilnahme an einem Kurs in Tübingen nicht unter einen Hut bringen.

Angebot für alle

Für alle Menschen, die nicht in der Lage sind, Alphabetisierungs- oder Deutschkurse zu besuchen, bietet das Mütterzentrum als Träger und der FK Asyl durch ehrenamtliche Sprachtutorinnen und -tutoren entsprechende Kurse in Mössingen an. Die Besonderheit ist, dass es dazu eine Kleinkindbetreuung im Müze gibt, damit Mütter Anfängerkurse und Alphabetisierungskurse vor Ort besuchen können. Dazu gibt es maximal 16 Betreuungsplätze im Müze mit ausreichendem Betreuungspersonal.

Spenden dringend nötig

Die Arbeit der über 20 ehrenamtlichen Sprachtutorinnen ist kostenfrei. Einzig die Koordinatorin der Sprachkurse wird für ihre Arbeit bezahlt. Auch wurden bis vor einiger Zeit die notwendigen Lehrbücher vom Landratsamt finanziell bezuschusst. Inzwischen wurden die Zuschüsse allerdings gekürzt und der FK Asyl hat einen großen Teil der Kosten für die Lehrmittel getragen, ebenso wie anfallende Prüfungsgebühren. Damit die von ca. 50 Personen besuchten Kurse im Alten Rathaus wie bisher mit Erfolg weitergeführt werden können, braucht der FK Asyl regelmäßig finanzielle Mittel. Auch wenn die Geflüchteten einen Eigenanteil an den Büchern bezahlen, möchten Müze und der FK Asyl weiterhin für alle Kursteilnehmer Bücher zur Verfügung stellen. Die Ehrenamtlichen arbeiten umsonst. Helfen Sie durch Spenden, dass die Sprachkurse weiterhin durchgeführt werden können!

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 78

Ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie

Am Himmelfahrtstag versammelten sich ca. 30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu einem Ausflug besonderer Art. Es ging zur Nachmittagsvorstellung des Kinder- und Jugendzirkus‘ ZAMBAIONI nach Tübingen-Derendingen. Rechtzeitig vor der Premiere hatte der FK Asyl Karten für diese Vorstellung besorgt, und so war es kein Problem, vor dem Zelt in der größeren Schlange auf den Einlass zu warten. Dieses Problem hatten aber sehr viele Familien, die ohne Reservierung in der anderen Schlange auf ihre Chance warteten, noch eine der begehrten Karten zu ergattern. Schließlich füllte sich das Zelt bis auf den letzten Platz. Die Kapelle spielte fröhlich-temperamentvolle Stücke zur Einstimmung.

Geschichten vom Ankommen und Wegfahren

Dann ging es endlich mit den Clowns los. Es wurde während der ganzen, über zweistündigen Vorstellung die Geschichte vom Ankommen und Wegfahren von den Clowns erzählt, damit auch von Heimat und Fremdsein. Das konnten die Flüchtlingsfamilien auch ohne besondere Sprachkenntnisse ganz gut verstehen. Wie groß aber war das Staunen über die großartigen Leistungen der jungen Akrobaten, Trapezartisten, Jongleure, Einradfahrer, Bodenakrobaten und ganz besonders der Mädchen an den von der Decke hängenden Stoffbahnen! Manchen stockte dabei der Atem, und auch die wirbelnden Feuerstäbe und brennenden Hula-Hoop-Reifen sorgten für Hochspannung.

Einmaliges Erlebnis

Für viele Flüchtlingsfamilien war der Zirkusbesuch ein einmaliges Erlebnis, voller Bewunderung für die jungen Darsteller und ihr auch künstlerisch ansprechendes Programm mit Tänzen, schönen Choreografien und richtig witzigen Clownsnummern. Auch für die einheimischen Begleiter war dieser außergewöhnliche Ausflug zum Zirkus ZAMBAIONI eine rundum gelungene Veranstaltung.

Michael Mautner

Sprachkurse in Mössingen

Sprache als Herausforderung

Man stelle sich vor, man müsste eine völlig neue Sprache in fremder Umgebung lernen, zum Beispiel Arabisch oder Persisch. Wortschatz, Grammatik und das Schriftbild haben mit den uns geläufigen Fremdsprachen sehr wenig gemein. Man kann sich die Mühe kaum vorstellen, die man aufwenden muss, bis ein alltagstaugliches Niveau erreicht ist. Für Geflüchtete gilt das in gleicher Weise für das Erlernen der deutschen Sprache. Dabei sind noch nicht die Lernhemmnisse wie beengte Wohnverhältnisse, belastende Erlebnisse und Erfahrungen und ungewisse Zukunftsaussichten genannt. Auch das Alter und die formelle Bildung – oder deren Fehlen – haben Einfluss auf den Lernerfolg.

Sprachkurse in Mössingen

Für Geflüchtete in Mössingen sind die vom Mütter- und Familienzentrum organisierten Basisdeutschkurse und Alphabetisierungskurse oft die erste Anlaufstelle, um Deutsch zu lernen. Diese Grundkurse sind offen für alle Flüchtlinge während des Asylverfahrens und ermöglichen das kostenlose Erlernen grundlegender Deutschkenntnisse und gegebenenfalls der lateinischen Schrift. Von Montag- bis Donnerstagvormittag unterrichten 21 ehrenamtliche Tutorinnen und Tutoren im Wechsel derzeit rund 50 Geflüchtete aus Mössingen und den umliegenden Gemeinden des Steinlachtals in 2 Alphabetisierungskursen, 2 Kursen auf A 1-Niveau und einem Kurs auf A 2-Niveau.

Organisiert und koordiniert werden die Alphabetisierungs- und Sprachkurse von Irmi Hornbach. Bei ihr kann man sich auch an- bzw. abmelden und auf eine Warteliste setzen lassen. Die Vetreter der Sprachtutoren sind Rainer Köning und Ingeborg Österle.

Das Konzept der Kurse orientiert sich dabei an der oft schwierigen Lebenssituation der Flüchtlinge. So haben diese nicht nur die Möglichkeit, hier ohne Vorkenntnisse in Sprache und Schrift und ohne Zeitdruck Deutsch zu lernen, sondern können auch neue soziale Kontakte knüpfen. Jede und jeder kann teilnehmen, solange es notwendig ist.

Die Basisdeutschkurse können mit der Prüfung für Zielniveau A1 abgeschlossen werden. Weiterführende Kurse werden in Tübingen und Rottenburg angeboten

Kinderbetreuung während der Kurse

Eine wichtige Rolle spielt auch die vom Mütter- und Familienzentrum angebotene kostenfreie Kinderbetreuung für maximal 16 Kinder im Kleinkindalter. Die Kinder werden von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen beaufsichtigt, während die Eltern Deutsch lernen. Diese Kinderbetreuung ist etwas Besonderes – kein anderer Unterstützerkreis im Landkreis kann das aktuell leisten.

Mössingen hilft! – Nummer 77

Konkrete Hilfe durch freundliche Spenderin

Dass Helfen Freude bereitet, kann jeder täglich erleben. Bei Geld- oder Sachspenden stellt sich die Freude aber eher selten ein, wenn nicht genau erfahren wird, wofür die Spende eingesetzt wird. Anders im Fall einer älteren, munteren Mitbürgerin, die wiederholt etwas für den FK Asyl gespendet hat. Sie meldet sich dann jeweils persönlich bei jemandem aus dem FK Asyl und fragt nach, was gebraucht werde. Dieses Jahr ging es um eine nicht unerhebliche Geldspende, mit der sie die Flüchtlingsarbeit unterstützen möchte.

Tafelgarten: Neue Pflanzen und Setzlinge

Im Telefongespräch wurde rasch geklärt, dass dieses Jahr der Tafelgarten in den Genuss der Spende kommen sollte. So wurde eine Mitarbeiterin des Mütterzentrums, die dort die Hausaufgabenbetreuung leitet und gleichzeitig verantwortlich für den Tafelgarten ist, eingeschaltet. Die Spende wurde getätigt. Mit dem Geld wurden Pflanzen und Setzlinge erworben. Zum jüngsten Arbeitseinsatz im Tafelgarten wurde die muntere, ältere Spenderin persönlich eingeladen und konnte so selbst sehen, wo ihre Spende gelandet ist. Auch die persönliche Bekanntschaft mit den dort beschäftigten Menschen trug zur angenehmen Atmosphäre bei.

Transparenz

Nicht immer kann ganz konkret wie in dem vorliegenden Beispiel gezeigt werden, was mit Spenden angeschafft wird oder wie sie verwendet werden. Die Aktiven des FK Asyl bemühen sich jedoch sehr um Transparenz, wenn es um Geld- oder Sachspenden geht. Details dazu finden sich auch auf dieser Website.

Wir bitten auch weiterhin um Spenden für die umfangreiche Asylarbeit.