Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder

Einmal wöchentlich findet eine Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlingskinder und -Jugendliche im Cafe des Mütterzentrums in der Falltorstrasse 67 statt. Die Termine finden sie direkt auf der Startseite im linken Bereich. Ehrenamtliche und Schülermentoren unterstützen bei den Hausaufgaben und beim Deutsch lernen. Neue Teilnehmer und Helfer sind jederzeit herzlich willkommen!

Bei Interesse dürfen sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

Neues aus der Nähwerkstatt

Viele Stoffe, viele Maschinen (jetzt sogar eine Overlock-Maschine) und bis zu sechs Helferinnen stehen bereit in unsrer Nähwerkstatt.
Bis zu den Sommerferien gab’s viel Interesse und regen Besuch. Seitdem lässt die Teilnehmerzahl etwas nach. Wir freuen uns über weitere Teilnehmerinnen, haben neue Ideen (zum Beispiel individuelle Taschen) – und treffen uns wieder am 6.12. um 17 Uhr im Alten Rathaus.

 

Nachrichten für Geflüchtete

Im Netz existieren eine Vielzahl an Medienangeboten, die sich gezielt an Geflüchtete in Deutschland richten. Neben Apps und Webdiensten, die das Ankommen erleichtern sollen, gibt es inzwischen auch einige ansprechende, journalistische Angebote. Gerade die öffentlich-rechtlichen Medien besitzen eine gute Qualität (z.B. Grimme-Preis für WDRforYou ).

Eine Übersicht über einige Angebote findet sich mittlerweile auf unserer Website im Bereich Wichtige Links (Suchbegriff: Nachrichten).

Mössingen hilft! – Nummer 71

Eine-Welt-Woche

Der FK Asyl beteiligt sich mit einem Informationsstand an der Eröffnungsveranstaltung der „Eine-Welt-Woche“ in der Tonnenhalle der Pausa am Samstag, den 21.10.17. Außerdem laden wir mit den Kooperationspartnern der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde Mössingen zum „Café International“ am 25.10.17 um 16.00 Uhr ins kath. Gemeindehaus.

Öffentlichkeitsarbeit in schwierigen Zeiten

Dass sich die Stimmung im Land seit der starken Zuwanderung im Jahr 2015 inzwischen erheblich verändert hat, kann am Erstarken von Fremdenfeindlichkeit und der Verschärfung des Asylrechts festgestellt werden. Auch das Ergebnis der Bundestagswahl spricht eine deutliche Sprache.

Nicht grundlegend verändert hat sich dagegen die Situation in den Ländern, aus denen Menschen zu uns geflüchtet sind. Die Zahl der Geflüchteten weltweit hat seit 2015 sogar noch erheblich zugenommen. Daher bleibt es eine wichtige Aufgabe, über Fluchtursachen, Fluchtwege und die Lage von Geflüchteten sachlich zu informieren.

Nach wie vor setzen sich die freiwillig Engagierten des FK Asyl und die Kooperationspartner nicht nur für die bei uns angekommenen und hier lebenden Menschen in vielfältiger Weise ein.

Infos und lebendige Begegnungen

Wir möchten auch durch den Info-Stand mit Interessierten ins Gespräch kommen. Mössingen und seine Bürgerschaft haben dieses Engagement durch eine große Hilfsbereitschaft bislang unterstützt. Das ist nicht nur eine humanitäre Geste, sondern dient auch dem Miteinander in unserer Stadt. Der FK Asyl freut sich auf weitere Unterstützung und lebendige Begegnungen bei der Veranstaltung am Samstag in der Tonnenhalle.

 

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 70

WLAN durch Vorbildliches Engagement

Einem Team aus Schüler*innen des Quenstedt-Gymnasiums und dem anleitenden Lehrerehepaar Frank Schiebel und Anni Theil-Schiebel ist es zu verdanken, dass im Mehlgebäude seit kurzer Zeit freier Zugang zum Internet möglich ist. Durch die Verbindung des Freifunk-Netzes des Gymnasiums mit dem Mehlgebäude können die Bewohner nun mit der Außenwelt kommunizieren. Dieses seit langer Zeit schon geplante Vorhaben konnte nun nach Wegfall der Bedenken des Landratsamtes wegen der sog. „Störerhaftung“ mit erheblichem Arbeitsaufwand, aber geringem Kostenaufwand in die Tat umgesetzt werden. Der FK Asyl hat das Projekt von Anbeginn unterstützt und wird die anfallenden Unkosten aus dem Spendenaufkommen erstatten.

Win-Win-Situation

Aber nicht nur die Bewohner im Mehlgebäude profitieren von dem Projekt. Auch die engagierten jungen Menschen können nicht nur Anerkennung und Dankbarkeit ernten; sie hatten die außergewöhnliche Gelegenheit, durch dieses Projekt ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in die Praxis umzusetzen. Neudeutsch spricht man bei einem solchen Resultat von einer „Win-Win-Situation“.

Eine Idee für die ganze STadt?

Auch für die Stadt Mössingen und ihre Gewerbetreibenden kann damit ein Anstoß gegeben werden, ein Freifunk-Netzwerk mit kostenlosem WLAN-Zugang für Benutzer und Besucher einzurichten, wie es etliche Touristengemeinden im Schwarzwald bereits haben.

 

Michael Mautner

Unterstützung bei Anwaltskosten

Widerspruchsverfahren gegen Entscheidungen des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) führen zu Anwaltskosten für Geflüchtete, die diese nicht immer selbst aufbringen können.

Wer Mittel aus Rechtshilfefonds für Geflüchtete beantragen möchte, kann sich an folgende Personen/Institutionen wenden:

  • Andreas Linder/Martin Fink, Sprechzeit jeweils Montag ab 18.00 Uhr im Mehlgebäude in Mössingen, Sozialraum Erdgeschoss
  • Ruben Malina vom Asylzentrum Tübingen, Sprechzeit jeweils Donnerstag 13.00 – 15.00 Uhr, Kurze Hirschen in Mössingen (im Sozialraum neben dem Büro von Frau Wiedmer/Bölke).
  • Asylzentrum Tübingen (siehe Wichtige Links)
  • Pro Asyl, Unterstützung über die entsprechenden Landesflüchtlingsräte möglich, siehe Link

Mössingen hilft! – Nummer 69

positive Bilanz des Helfens

Am Samstag stellte der Leitartikel des „Schwäbischen Tagblatt“ die Arbeit des „Arbeitskreises Asyl Südstadt“ in Tübingen vor. Viele Aspekte der Hilfe entsprechen dem, was auch die aktiven Helferinnen und Helfer des FK Asyl Mössingen bei der Alltagsbegleitung Geflüchteter bewältigen und erfahren. Neben dem an dieser Stelle bereits geschilderten zeitlichen Aufwand und den damit verbundenen Belastungen gibt es viele positive Erlebnisse und Erfahrungen für die einheimischen Aktiven.

Kleine und große Erfolge

Wenn es z.B. gelingt, für eine Flüchtlingsfamilie mit Bleiberecht eine Wohnung bei einem privaten Eigentümer zu vermitteln, ist dies ein großer Erfolg. Der erfolgreiche Besuch eines Sprachkurses mit bestandener Prüfung wirkt entsprechend motivierend auf die Betreuerinnen oder Sprachtutoren. Wer Flüchtlingskinder nach „ihrem“ Kiga fragt, löst meistens glänzende Augen und ein fröhliches Gesicht bei ihnen aus. Äußerst positiv werden von Geflüchteten sowie den Aktiven des FK Asyl gemeinsame Feste und Veranstaltungen erlebt. Das Grillfest am Mittwoch im kath. Gemeindehaus im Rahmen des „Café International“ war eine solche gelungene Veranstaltung.

Aber auch die erfolgreiche Vermittlung einer Praktikumsstelle wirkt positiv. Besonders befriedigend und als Motivationsimpuls wirkt der positive Abschluss eines Asylverfahrens mit Aufenthaltsrecht. Auch die Vermittlung eines regulären Arbeitsplatzes und die damit verbundene zunehmende Selbstständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit sind für alle positive Erfahrungen. Nicht zuletzt die Entwicklung persönlicher Beziehungen und der Aufbau von Vertrauen sind unverzichtbar für ein länger anhaltendes Engagement. Dankbarkeit und Gastfreundschaft erleben die Aktiven des FK Asyl ohnehin regelmäßig.

Lust auf Mitarbeit?

Der FK Asyl bittet um Mitarbeiter*innen für eine gute Betreuung der Geflüchteten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Mütterzentrum. Jeder/jede bestimmt selbst über Art und Umfang des Engagements.

 

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 68

Die richtige Beratung für junge Geflüchtete

Ein zusätzliches Beratungsangebot zur Berufsausbildung neben den bereits vorhandenen in Tübingen und Mössingen bietet seit kurzer Zeit K.I.O.S.K. in Tübingen. Das Kürzel bedeutet „Kontakte – Information – Orientierung – Selbstständigkeit – Kooperation“ und ist eine wichtige „Anlaufstelle zur Berufsorientierung für geflüchtete Jugendliche und ehrenamtlich Aktive“, wie es im Flyer heißt. Am Montagabend stellten zwei der Mitarbeiterinnen aus Tübingen ihr Projekt im Mehlgebäude den über 20 vorwiegend jungen, afghanischen und iranischen Geflüchteten vor. Dabei wurden die Möglichkeiten einer Berufsausbildung im dualen System ausführlich dargestellt.

Voraussetzungen für Berufsausbildung

Die Grundvoraussetzung dafür sind ausreichende Sprachkenntnisse, aber auch ausreichende mathematische Kenntnisse wegen der erheblichen Ansprüche der Berufsschule. Dagegen spielt der Status keine wesentliche Rolle, da auch mit einer Duldung eine Berufsausbildung möglich ist. Auch das Alter muss kein Hindernis für eine Berufsausbildung sein, sofern ein Ausbildungsbetrieb gefunden wird. Es kam zu einem lebhaften Austausch von Fragen und Antworten. Auch die Arbeitsaufnahme ohne Berufsausbildung wurde kurz behandelt.

Individuelle Beratung

Man kann sich bei K.I.O.S.K. individuell beraten lassen. Es werden auch Betriebsbesichtigungen organisiert und Gesprächsrunden mit bereits in Ausbildung befindlichen Geflüchteten veranstaltet. Der FK Asyl empfiehlt die Nutzung dieses wichtigen Beratungsangebots. Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 16 – 18 Uhr, Poststraße 10, 72070 Tübingen

 

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 67

Ehrenamt oder freiwillig engagiert?

Der Begriff der „ehrenamtlich“ tätigen Personen des FK Asyl ist irreführend. Treffender ist es, von freiwillig Engagierten zu sprechen, weil es wenig mit “Ehre“ oder „Amt“ zu tun hat, was diese Menschen leisten. Es handelt sich vielmehr um vielfältige, oft zeitraubende und manchmal auch frustrierende Arbeit für die Geflüchteten und mit den Geflüchteten. Hier einige konkrete Beispiele:

Besuch beim Kinderarzt

Für den Besuch beimKinderarzt macht eine Familienbegleiterin des FK Asyl h in Absprache mit der Sozialarbeiterin zunächst einen Termin aus. Dann muss sie den Eltern erklären, den richtigen Berechtigungsschein für die ärztliche Behandlung unbedingt mitzubringen. Außerdem ist die Einhaltung des Termins und Pünktlichkeit unbedingt erforderlich, weil man in Deutschland ohne pünktliches Erscheinen keine Behandlung erwarten kann. Es muss eine Übersetzerin organisiert werden. Das ist über die Caritas möglich oder über einen Pool des FK Asyl, sollte aber ca. eine Woche vor dem Arzttermin erfolgen, weil diese sehr stark gefragt sind. Ärzte, die selbst keinen direkten Zugang zu einem fachlich geschulten Übersetzer haben, führen ohne Übersetzer keine Behandlungen durch. Mütter von Kleinkindern erhalten ein Heft, das (Vorsorge-)Untersuchungen/ Impfungen dokumentiert: Hier muss viel erklärt werden, da dies in den Herkunftsländern unbekannt ist. Man sieht also: Allein ein Arztbesuch ist eine sehr aufwändige Arbeit!

Das Amt: Formulare, Anträge, Dokumente

Noch zeitaufwendiger ist der Umgang mit Ämtern. Jedes amtliche Schreiben muss genau erklärt werden, da die notwendigen Sprachkenntnisse auch nach dem Besuch von Sprachkursen dafür nicht ausreichen. Die Begleitung zu Ämtern, die vielen Anträge und das Ausfüllen von Formularen ist selbst für Einheimische äußerst kompliziert. Für den Antrag auf Verlängerung des Aufenthalts für anerkannte Flüchtlinge z.B, müssen unglaublich viele Formulare/Dokumente ausgefüllt oder beigebracht werden. Die Ämter sind aber auch häufig das größte Hindernis bei der Lösung praktischer Probleme: Ohne die Genehmigung oder Zustimmung einer Behörde, z.B. dem Auslandsamt, werden Anträge an andere Ämter, z.B. die Familienkasse, nicht bearbeitet.

Die Mühen der freiwilligen Helferinnen und Helfer

Alles dies ist extrem zeitaufwendig und erfordert auch sehr viel Geduld; von Warteschleifen bei Telefonaten mit Ämtern ganz zu schweigen. Also zusammengefasst: wenig „Ehre“, viel „Amt“ und glüchlicherweise noch viel mehr „freiwilliges Engagement“.

 

Michael Mautner

Mössingen hilft! – Nummer 66

Das MGH/Mütter- und Familienzentrum e.V. – unerlässlich für den FK Asyl

Anlässlich des Jubiläums des Mütterzentrums (MüZe) soll dessen bedeutender Beitrag bei der Entstehung und Entwicklung der Flüchtlingsarbeit in Mössingen gewürdigt werden.

Gründung des FK Asyl

Der FK Asyl ist von Menschen aus der Mössinger Bevölkerung unter dem Dach des Vereins MuT (Mitverantwortung und Teilnahme e.V.) gegründet worden als Flüchtlinge/Asylsuchende durch die Balkankonflikte auch uns erreichten. Nach der Befriedung der Region löste sich die Gruppe auf.

Neustart 2010

Mitglieder des Mütterzentrums (MüZe) haben den Freundeskreis unter ihrem Dach wiederbelebt. Ausschlaggebend waren wiederzunehmende Flüchtlingszahlen ab ca. 2010. Eine sehr rührige, kleine Gruppe kümmerte sich engagiert um ankommende Asylsuchende. Mit der jüngsten starken Zunahme von Geflüchteten wuchs auch die Zahl der freiwillig Engagierten an.

Bedeutender Beitrag zum FK Asyl

Der FK Asyl musste keine eigenen Räume suchen und konnte sich auf das Müze-Büro als zuverlässigen Ort für alle anfallenden organisatorischen Angelegenheiten verlassen. Es ist die Anlaufstelle des FK Asyl und hat sich damit auch viel Arbeit verschafft. Die im Müze aktiven Menschen organisieren aber auch die Sprachkurse für Anfänger, leisten Betreuungsarbeit für die Kinder von Geflüchteten während der Sprachkurse im Alten Rathaus und der evangelisch-methodistischen Kirche, sind am interkulturellen Gartenprojekt beteiligt, bieten Hilfen für Schwangere an und Hausaufgabenhilfe für Schulkinder. Mehrmals konnten Kinder von Geflüchteten am Sommerferiencamp „Wirlewitz“, auch unter dem Dach des Müze, teilnehmen.

Dank für professionelle Unterstützung

Ganz wichtig für die Arbeit des FK Asyl ist die problemlose Bereitstellung von gemütlichen Räumen für Sitzungen und Besprechungen. So konnte ein gut funktionierendes Netzwerk für die Betreuung der Geflüchteten entwickelt werden, das ohne die professionelle Unterstützung durch die engagierten Aktiven des Müze nicht denkbar ist. Dafür dankt der FK Asyl allen Aktiven des Müze ganz herzlich.

 

Michael Mautner